FTD

“FTD! FTD! FTD! FTD! FTD! FTD!” hämmert es in meinem Kopf. Ich will diese Buchstaben nicht mehr lesen, ich will nicht die Bedeutung kennen und ich will sie nicht ausgesprochen hören.

“Meine Töchter werden mich schon retten.” sagte mein Vater heute zu meinem Bruder. Und wie ich das versuchte – ihn zu retten. Ich fragte ihn, ob wir zu ihm ziehen sollten. 400km in den – von mir so gehassten – Süden. Der Römer war einverstanden. Und mein Papa antwortete: Ja!

Und während wir uns den Kopf zerbrachen wie wir das alles machen sollten, ging der tägliche Videoanruf meiner Geschwister ein.

Was soll ich sagen? Zurückgepfiffen wurden wir. Wie vor einer Woche auf der Autobahn! “Nein! Kurzzeitpflege! Es gibt keine andere Möglichkeit. Aber danke für das tolle Angebot. Dennoch nein! Nein! Nein! Nein!”

Erklären Sie mal einem Ertrinkenden, dass der Rettungsring nur ein “Witz” war! Und ziehen Sie ihn dann weg!

Genau das hab ich getan. Es tut mir so Leid! Wirklich!

Ich darf nun auf dem sicheren Boot stehen und ihm beim Ertrinken zu sehen, während alle um mich rum ständig “FTD! FTD! FTD!” krächzen.

Ich halte mich nun raus. Nicht, weil ich will, sondern weil es das Beste ist – auch für meinen untergehenden Vater, der gerne den ehrlich angebotenen Strohhalm angenommen hätte.

Einige, fröhlichere Texte habe ich in meinen Entwürfen, aber verzeihen Sie mir, dass es sich momentan falsch anfühlt, diese zu publizieren.

Kommen Sie gut durch die Woche! 💛