Freitagsrapport | KW 48

Kalt(-wasser)

Wir sind krank. Bis jetzt ist es nicht so schlimm wie die letzten Male – nur Schnupfen, Kopf, ein bisschen Hals. Außerdem sind die Heizung und das Warmwasser gestern Abend ausgefallen. Anscheinend muss das so sein und geht Hand in Hand mit unserem Krankenstand. Wenn Sie sich an die letzten Male erinnern.

Zu unserer großen Überraschung verkündete der Römer bereits am heutigen Morgen um 08:00 Uhr, dass die Heizung wieder gehen würde. Natürlich kontrollierte ich nochmals nach. Nicht, dass der Gatte am Ende Fieber hatte und bereits halluzinierte. Doch es war wahr. Nur ein kleiner Ausfall der Zentralheizung, was mir die Fahrt zum Baumarkt ersparte. Schließlich hätte mich die Aussicht auf eine eiskalte Wohnung zu dieser Fahrt gezwungen. Draußen hat es zwischen 0 und 4 Grad. Angenehm ist das wahrlich nicht. Immerhin Mann und Kind hätten sich in Arbeit und Kita aufwärmen können, aber da ich diese Woche bereits gearbeitet habe, hätte ich mich nur ins nahegelegenen Café begeben können. Und das macht erst um 10 Uhr auf. Glück im Unglück!

Aber wenn der Winter so weiter geht, werde ich den Blog von “Zwischen Tiber und Taunus” in “Zwischen Jammern und krank sein” umbenennen müssen, denn etwas anderes, so scheint mir, bekommt man momentan nicht von uns mit.

Sie sehen, die Heizung zeigt Stufe 5 ein. Was Sie nicht wissen: Die Heizung ist eiskalt.

Studium

Bis Ende November wollte ich eine komplett fertige, wissenschaftliche Arbeit abgeben. Da die Themenfindung sich anspruchsvoller als gedacht herausstellt und ich immer dann im „Flow“ bin, wenn das Kind wieder von der Kita abgeholt werden möchte, gestaltet sich die Fertigstellung schwierig. Meine ehemalige Deadline war für Ende November gesetzt. Ein Blick auf den Kalender hat es Ihnen sicher verraten: Ich konnte sie nicht einhalten. Meine neue Deadline lautet auf den 23.12.2021. Ich hoffe, das klappt. Momentan bewege ich mich in Zeitlupe vor, nehme zwei Schritte nach vorne und drei zurück. Es ist zum Mäusemelken!

Arbeit

Mein Arbeitgeber, also der zweite, denn beim ersten bin ich bis Dezember 2022 in Elternzeit, fragte an, ob ich mehr arbeiten möchte. Nach kurzer Überlegung und Absprache mit dem Römer, entschied ich mich für „Ja, ich will.“. Man verhandelt nur noch das Monetäre. Das zieht sich etwas, denn ich bin preiswert und somit meinen Preis wert. 😉 Wenn alles unter Dach und Fach ist, arbeite ich doppelt so viel wie vorher. Das muss ich nur noch meinem ersten Arbeitgeber mitteilen, aber ich vermute, er hat nichts dagegen, denn während der Elternzeit kann er mir aufgrund der schlechten, wirtschaftlichen Lage keine Beschäftigung anbieten.

Quasselstrippe

Das Kind redet. Keine Sätze, aber Worte. Er benennt Sachen korrekt und kann in Büchern den fehlenden Text ergänzen. Außerdem liebt er es, neue Wörter zu wiederholen und lacht sich dabei scheckig. „Dreckig“ ist momentan eines seiner liebsten Worte. „Nass“ ist er auch, wenn er wieder mit Wasser spielt. Außerdem liebt er „sa-sa-su“, also sali su, was „steig hinauf“ bedeutet. Ab und an antwortet er mir mit „Si, si.“ und erinnert mich dabei stark an seinen Vater. Auch wenn die Primärsprache des Kindes Deutsch ist, so ist es umso lustiger wie er Italienisch spricht. Da wir italienische Literatur haben, die oft von Papa, als auch von Mama (mit starkem, deutschen Akzent) vorgelesen werden muss, werden auch Wörter wie tigre [Tiger], ciao ciao [Tschüss!], mami [ital. mani; dt. Hände] und plato [= ital. prato; dt. Wiese] gerne und oft gesagt. Signorino ist ein witziger, aufgeweckter Kerl, der uns viel Freude macht und manchmal in den Wahnsinn treibt. Gestern waren wir das erste Mal bei der Zahnärztin mit ihm, und sehr zu meinem Erstaunen dachte ich mir, dass wir schon viel früher herkommen hätten sollen. Alle meine Bedenken wurden aus dem Weg geräumt und meine Fragen detailliert beantwortet. Eine absolut empfehlenswerte Zahnarztpraxis mit einem tollen Team. Sollten Sie also eine Kinderzahnärztin in Frankfurt suchen, gebe ich Ihnen gerne die Adresse weiter. 😉

Italienische Bücher: Tigre ist im Italienischen übrigens weiblich und heißt „La tigre – die Tiger“.

In diesem Sinne: Starten Sie gut ins Wochenende, futtern oder backen Sie Plätzchen und denken Sie immer daran: Letztendlich haben wir’s echt gut. Wir sind nur an unseren Wohlstand und die Sozialleistungen gewohnt, da wir es nicht anders kennen. Aber was wir als selbstverständlich betrachten, ist der Traum eines anderen.