Prolog

Da saß ich also in meinem Bürostuhl: Seit Jahren Single, ab und zu ein paar Dates, die meist im Sand verliefen. Dazu ein unbefristeter Vollzeitjob, der jeden Tag dahin plätscherte wie ein langer, ruhiger Fluss. Es war eine jederzeit austauschbare Stelle.

Ich atmete tief durch: Ich musste was ändern.

Und das tat ich: Ich kündigte meine Stelle, bewarb mich für eine neue, weitaus „exotischere“ Stelle (die Reaktion war meist: Und das willst du dein Leben lang machen?) in Frankfurt und plante meinen Umzug.

Aus dem Affekt buchte ich eine Romreise – und lernte meinen Mann, den Römer, kennen. (nachzulesen hier und hier)

Wir wählten nicht den damals folgerichtigen Weg, dass ich nach Rom ziehe. Nein! Mein Mann ist Südländer und für ihn gibt es kein „folgerichtig“. Die Beziehung mit ihm ist wie eine Schotterpiste, die sie mit einem klapprigen Kleinwagen abfahren müssen. Sie wissen, Sie kommen irgendwie an, aber es wird aufregend, es gibt Pannen und meist improvisieren sie. So kam es also, dass er – auf seinen eigenen Wunsch – nach Frankfurt importiert wurde.

Es dauerte Jahre bis er Fuß fassen konnte – doch nun ist es vollbracht.

Hier könnte die Geschichte zu Ende sein, doch weit gefehlt! Wir überlegen schon wieder mit Sack und Pack (und unserem kleinen Sohn Signorino) auszuwandern.

Egal wie es kommt: Es bleibt spannend! Ich nehme Sie mit auf die Reise einer italo-germanischen Familie. Schnallen Sie sich an, halten Sie sich am Haltegriff fest, trinken Sie noch einmal einen Schluck Wasser, denn jetzt geht es los: Wir schlittern die Schotterpiste gemeinsam entlang!