Happy Dschihad

Der Eine, noch immer brav im Dienst unseres Arbeitgebers, flog im Sommer nach Jeddah, Saudi Arabien. Er arbeitete als Kabinenpersonal in der Economy Class auf diesem Flug.

Jeddah Flüge sind bekannt dafür, dass sie voll sind mit muslimischen Pilgern. Es ist immer wieder schön anzugucken, wie alle westlich gekleidet das Flugzeug in Deutschland betreten und sich eine Stunde vor der Landung umziehen. Die Pilger, sogenannte Haddschis, ganz in weiß. Die Frauen, egal ob Haddschi oder nicht, sind ausgestattet mit einer Abaya, da dies die Vorschrift in Saudi Arabien ist. Wer keine hat, der muss sich mit Decken an Bord bedecken, da es eine Vorschrift ist und man nicht ohne Abaya aussteigen darf.

(Das Kabinenpersonal darf übrigens ohne Abaya aussteigen und benötigt bis ins Hotel keine Abaya. Erst im Hotel bekommen wir Leihabayas bzw. ich bin die Strecke so oft geflogen, ich hatte irgendwann meine eigene.)

Aber zurück zum Thema. Der Eine ist kulturell sehr interessiert, trägt einen arabischen Nachnamen, aufgrund seiner ersten Ehe mit einem Araber und ist überaus herzlich im Umgang mit seinem Lieblings-Kulturkreis.

Nur kann man das leider nicht von jedem der Kollegen behaupten. Viele sind sehr bemüht, kommen aber bei den Begrifflichkeiten durcheinander. So auch der Kollege auf seinem Flug:

Beim Aussteigen verabschiedete er jeden Pilger mit: “I wish you a happy Jihad!” Er wünschte also jedem Pilger einen fröhlichen, heiligen Krieg. Wenn man die andere Bedeutung nimmt, also die Bemühung der Muslime, sich moralisch und religiös richtig gegenüber Gott und den Mitmenschen zu verhalten, hat es schon wieder fast was spirituelles. 😄

Was er aber eigentlich sagen wollte: “I wish you a happy Haddsch”.

Arabisches Essen – das wäre auf alle Fälle einen Krieg wert. 😄

Sind die Eier im Eierlikör bedenklich?

Manchmal, ganz selten, aber doch ab und zu, habe ich Lust, folgendes in einem Elternforum zu posten:

“Hallo zusammen, ich habe eine Frage, die mich schon seit längerem beschäftigt. Ich bin schwanger und trinke gerne selbst gemachten Eierlikör. Jetzt hat mir eine Freundin erzählt, dass ich mit dem Verzehr von Eiern aufpassen muss. Was meint ihr? Die Eier sind (theoretisch) nicht roh, aber ich bin doch etwas besorgt. Kann ich weiter meinen Eierlikör trinken oder sollte ich besser auf etwas anderes umsteigen? Ich freue mich auf hilfreiche Antworten.”

Und dann: Feuer frei! 😄😄😄😄

Süßes Funstyling mit Ei… oder so

Einmal im Leben macht jeder die Erfahrung – angetrieben durch Jugendzeitschriften, die einem suggerieren: Mit Ei werden die Haare seidenweich, mit Kamille blond wie ein Weizenfeld, mit Henna Pampe dunkel wie Ebenholz. Und so steht man da, mit seinen 14 Jahren, irgendeine Masse im Haar, die langsam aber sicher antrocknet und Bröckchenweise auf die Schulter fällt und sich dann noch auf den hellen Badfließen festtritt. Vom Auswaschen möchte ich gar nicht anfangen. Als ich diese super selbstgemischte Olivenöl Ei Pampe in meinem Haar hatte und sie loswerden wollte, wäre es wohl einfacher gewesen, sich die Haare anzuzünden als über Stunden zu versuchen, dieses Chaos wieder auszuwaschen. Die Haare waren danach weder Seidenweich noch gesund. Traurig hingen sie wie welke Blumen an mir herunter.

Und nun dieses Angebot: Bis zu 40 Euro für diese Erfahrung. Na gut, damals wären mir bis zu 40 Euro und dieses Auswasch-Drama lieber gewesen als das gleiche Drama, dafür aber unbezahlt. Aber jemand, der mir Marmelade ins Haar schmiert und mir dafür bis zu 40 Euro zahlen will? Und mir dann noch die Haare waschen will? Na, mein lieber Freund, du hattest wohl nie diese Jugenderfahrungen gemacht bei denen du heulend mit vom Olivenöl fettigen Haaren vor dem Badezimmerspiegel stehst, denn sonst wüsstest du: Haare nach so einer „Anwendung“ kann man nicht einfach so waschen. Es sei denn man benutzt Waschbenzin…