Arzt: Na, wenn’s denn unbedingt sein muss!

Beharrlichkeit zahlt sich aus. Nach einer E-Mail an den Arzt, Rückendeckung der Fachstelle und durch liebe Nachrichten und Kommentaren Ihrerseits, dürfen wir nun endlich den Ergo-Termin für Signorino wahrnehmen.

Bewaffnet mit der bunten Kinderbastelschere, Malpapier und Stiften gingen wir freitags zu Signorinos Impftermin. Ich wappnete mich, um das Kind notfalls demonstrieren zu lassen, dass wir bitte Unterstützung brauchen.

Bereits bei der Anmeldung zum Termin, pünktlich um 8 Uhr, bekam ich gut gelaunt die Heilmittelverordnung in die Hand gedrückt. Man habe meine E-Mail gelesen und die Empfehlung der Fachstelle. Deswegen könne man zehn Termine verantworten.

Hallelujah! Ich hoffe, der Kinderarzt kann ebenfalls zehn graue Haare meinerseits verantworten, die er mir beschert hat.

Aber es ist vollbracht. Danke fürs Daumen drücken!

14 Kommentare

  1. Vorläufiges Ende gut, alles so weit mal gut. Signorino muß ihn nicht mit der Bastelschere bedrohen, bevor das Mama selbst übernimmt. Ob der Arzt ebenfalls ein paar graue Haare bekam? Es ist auch für ihn das Einfachste, den vorgesehenen Weg zu gehen, auch wenn der noch so umständlich für die Beteiligten und den dabei im System Unwichtigsten, den Patienten, ist. Jede Abweichung kostet ihn Aufwand, Energie, möglicherwesie Geld…

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    • An die Zweckentfremdung der Bastelschere habe ich gar nicht gedacht. 😄 Dann hätte der Arzt vermutlich bei mir allen Grund gehabt, mich zu einer Fachstelle zu überstellen.
      Das stimmt – aber der Arzt sah noch sehr entspannt aus: Kein einziges, graues Haar und das bei vier eigenen Kindern. Und vermutlich genug Eltern, die das erste Nein nicht akzeptieren wollen.
      Es ist schon so: Ein Gesundheitssystem, dass eben auf Kante genäht ist. Der Arzt darf sich vermutlich für alles rechtfertigen – zum laufenden Betrieb. Tauschen möchte ich nicht!

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    • Danke dir! 😃 Ich hab es nur ganz oberflächlich angerissen: Er hat hauptsächlich Probleme, den Stift richtig zu halten bzw. mit der Schere zu schneiden. Wir reden uns den Mund fusselig wie’s richtig geht. Deswegen hoffen wir auf die einfühlsame Ergotherapeutin, die dem Spross zeigt wie’s richtig geht.

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      • Ich kann mir gut vorstellen das es funktioniert. Bei meiner linken Hand hat die Ergotherapie wahre Wunder bewirkt.

        Der Sohn einer ehemaligen Kartenschwester von mir wollte übrigens nicht sprechen. Schließlich stellte sich heraus, daß er nicht zu faul war, sondern seine Zunge zu schwer. Ein paar Stunden bei einem Logopäden haben da wirklich geholfen.

        😘😎

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      • Stimmt, daran erinnere ich mich! Du hast aber auch eisern geübt danach, richtig?

        Ich denke auch, dass Ergotherapie eine große Hilfe sein wird. Er ist absolut lernwillig und saugt alles auf wie ein Schwamm. Es sei denn, seine Eltern, also wir, sagen ihm was. Dann ist Signorino gerne mal beratungsresistent. Aber so war ich auch als Kind. Ich kann es ihm nicht übel nehmen. 😄

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