[Sie haben den Vorspann verpasst? Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5]
Um 08:30 Uhr ist das Kind wach und fit wie ein Turnschuh. Um 9 Uhr wird aus meinem flauen Magen ein ausgewachsenes Problem: Ich muss mich das erste von unzähligen Malen übergeben. Derweil ist der Römer in seinem Elternhaus, das sich 1,5 Stunden entfernt von unserem Standort, dem Strandhaus, befindet. Um 13 Uhr wird die Beerdigung seines Vaters sein. Bis dahin sind es noch 4 Stunden.
Um 09:30 Uhr muss ich mich das zweite Mal übergeben. Spätestens als sich unerträgliche Schmerzen in Kopf, Beinen, Hüfte und Rücken dazu gesellen, merke ich, die Situation wird ernster. Ich kriege kein Wasser und schon gar keine Nahrung hinunter. Stattdessen schickt mein Magen kontinuierlich Galle „hinauf“.
Eine halbe Stunde später, um 10 Uhr, beschließe ich, über der Kloschüssel hängend, dass es an der Zeit ist, den Römer über meine missliche Lage zu informieren. Mit meinem Hilfegesuch geht es mir primär um die Betreuung des Kindes als meine eigene Betreuung. So schreibe ich ihm, entschuldige mich und frage nach, ob und besonders wann es möglich wäre, wieder zurück zu sein. Der Gatte will erstmal wissen, wie schlimm es ist. Ich schildere in knappen, aussagekräftigen Worten meine Lage, setze das Handy ab, um abermals zu spucken, schwitze und friere gleichzeitig und tippe dann weiter. Er verspricht, so schnell wie irgendwie möglich zurück ans Meer zu kommen.
Ich schleppe mich vom Badezimmer ins Wohnzimmer, wo ein laut lachendes Kind die „Oktonauten“ auf dem Tablet anfeuert. Zum Glück ist das Kind gerne ein ausgeprägter Stubenhocker und so ist er mit dem jetzigen Programm, Fernsehen und Cornflakes, vollends zufrieden. Ich stelle mich an die Glasfront Richtung Meer und sehe ein paar, wenige Liegen. Ein spätsommerlicher Wind peitscht tausende Sandkörnchen über den Strand. Vereinzelt entdecke ich ein paar Strandveteranen, die sich vom Sandsturm nicht schrecken lassen wollen. Starr sitzen sie auf ihren Liegen oder stehen mit dem Rücken zum Wind. Immerhin: Wir verpassen heute nichts.
Ein kurzer Gedankenblitz trifft in meinem Kopf ein: Na klar, die kosovarischen Nachbarn des Strandhauses! Der Römer hielt am Sonntag noch einen Plausch mit dem sehr netten, etwa 50jährigen Familienvater. Vielleicht könnte ich sie fragen, ob sie mir irgendwie helfen können. Ich schiele durch die Fensterfront und sehe: Die Fensterläden sind allesamt geschlossen. Vielleicht schlafen sie noch? Kurz öffne ich die Türe, gucke von unserer Veranda nach links zum Nachbarhaus und bemerke: Dieses Haus ist leer. Die Schuhe, die aufblasbaren Schwimmtiere, die Tischdecke auf dem Terrassentisch – es ist alles verschwunden. Stattdessen sind die Gartenstühle feinsäuberlich aufeinander gestapelt.
Mit glasigem Blick schleiche ich wieder ins Haus zurück.
Als ich zurück ins Bett schlürfe, hält mich das Kind auf. Er brauche mehr Auswahl an Oktonauten-Folgen. Die vier Folgen, die ich in Deutschland heruntergeladen habe, sind zwar ganz nett, aber einen ganzen Tag können wir damit nicht bestreiten. Die gute Nachricht zuerst: Es gibt mehr als genug Oktonauten-Folgen in Albanien. Sogar solche, die das Kind aus Deutschland noch gar nicht kennt. Ganz neue Staffeln tun sich auf dem Tablet auf. Die schlechte Nachricht ist jedoch: Sie werden nicht auf Deutsch vorgetragen, sondern nur auf Englisch, Spanisch, Türkisch, Koreanisch und Russisch.
Wir versuchen es mit Englisch. Das Kind dreht sich entsetzt zu mir um und ruft: „Mama, du sollst nicht mit dem iPad spielen! Wir brauchen die Oktonauten!“ So, das war wohl ein Griff ins Klo. Also schwenke ich auf Spanisch um. Schließlich klingt es wie Italienisch, nur anders. Signorino gefällt’s und ich schwanke ins Schlafzimmer. Meinen Oberkörper bette ich auf vier Kopfkissen, so dass die Übelkeit sich zwar latent bemerkbar macht, aber erträglich ist. Entkräftet döse ich weg.

„Mama, schnell! Wir müssen Captain Barnius (ein Charakter der Oktonauten) anrufen.“, ruft das Kind und ich schrecke hoch. Wie lang mag ich geschlafen haben? Von den letzten Minuten (oder Stunden?) habe ich rein gar nichts mitbekommen. Normalerweise bin ich Typ „Prinzessin auf der Erbse“, wenn es um mein Schlafverhalten geht. Aber unter diesen Umständen bin ich wohl zu „Dornröschen“ geworden. Sofort klopft die Übelkeit wieder an. Schnellen Schrittes eile ich ins Badezimmer, werfe die Türe ins Schloss und schaffe es gerade noch, meinen Mageninhalt an den richtigen Ort zu befördern. Die Klimaanlage brummt dazu leise. Das Kind schreit im Wohnzimmer immer wieder „tiburon“, Hai. Mir wird von dem Wort noch schlechter und ich erbreche mich in drei weiteren Schüben. Zeitgleich klebt mir mein nassgeschwitztes Pyjama-Oberteil am Körper. Als ich mich wieder aufrappele, mir den Mund ausspüle und das Gesicht mit Wasser abwasche, guckt mich ein fahlgelber Zombie aus dem Spiegel an. Ich sehe aus wie ausgespuckt. Treffender kann man es nicht bezeichnen.
Derweil wird die Oktonauten-Folge mit dem Hai die Lieblingsfolge von Signorino. Ich schiebe mir Ohrenstöpsel in die Gehörgänge, damit ich nicht durchgehend spucken muss, wenn Signorino wieder „tiburon“ ruft. Es ist doch erstaunlich, was das Gehirn alles miteinander verknüpft. Noch Wochen später wird mir speiübel bei dem Wort „tiburon“. Zum Glück kommt es in meinem Alttag selten vor.
Es ist 13 Uhr. Die Beerdigung von Osman beginnt im Vorort Tiranas.
An die nächsten Stunden habe ich keine wirklich Erinnerung. Ich weiß nur, dass um 17 Uhr der Römer an der Glastüre klopft und ich auf allen Vieren dorthin krieche. Das Kind freut sich, dass Papa endlich zurück ist. Neben Signorinos Fernsehplatz liegen Bananenschalen, eine offene Packung Kekse, eine Packung Chips und auf dem Couchtisch steht eine leere Schale mit Cornflakes. Er nahm sich einfach, was er brauchte. Nur Wasser füllte ich ihm auf. Schamerfüllt muss ich zugeben, dass ich so wenig Kraft hatte, dass ich ihm nur einen Joghurt geben konnte, an den er nicht selber hin kam. Dennoch, das Kind wirkt zufrieden.
Der Römer scheint hingegen durch den Wind zu sein. Dazu wütend, frustriert und resigniert, dass er den Leichenschmaus verlassen musste, bevor er begonnen hat. Was wird die Familie über ihn sagen?
Generell steht diese Frage immer und immer wieder im Raum: Was wird die Familie über ihn sagen? Er tut mir unendlich Leid. Aber ich hatte keine Wahl, in dieser Situation, mutterseelenallein mit Kind am Strand im Ausland, ohne Aussicht auf Rettung, hätte ich nichts anderes tun können.
Das Kind, wie das so ist, wenn es quasi nonstop fernschaut, schreit dementsprechend viel abends. Mein Kopf explodiert. Es ist keine glorreiche Kombination: das schreiende Kind, die horrenden Kopf- und Gliederschmerzen. Der Römer besteht darauf, zur Apotheke zu gehen und kauft, was die geschäftstüchtige Apothekerin ihm anbietet. Daheim angekommen hält er mir eine lachsfarbene Tablette hin. Vomex. Diese kenne ich aus der Vergangenheit, benutzte sie aber selten, was daran lag, dass in der Packungsbeilage unter „Nebenwirkungen“ steht, dass eine der Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen sei. Diesmal zwingt mich der Römer, dass ich die kleine Pille mit Wasser irgendwie in den Magen befördere. Ich nehme also einen Mini-Mini-Mini-Schluck Wasser in den Mund, schiebe mir die Tablette in eben diesen und lasse das Gemisch in meinem Mund. Wie ein halb aufgeblasener Kugelfisch starre ich den Römer an. „Nun schluck die Tablette doch runter.“, spricht er und ich gucke ihn mit großen Augen an. Er wird langsam ungeduldig und wiederholt seinen Satz. Nach zwei Minuten ist die mehlig gewordene Tablette und das Gemisch in meinem Magen. „Und jetzt noch das Ibuprofen Gel.“, weist der selbsternannte Arzt an. Ich schüttle den Kopf. „Willst du weiterhin Kopfweh haben?“, will der Römer genervt wissen. Dann reißt er das Päckchen auf und gibt es mir. Es riecht widerlich. Vorsichtig nippe ich an dem Gesöff. Es schmeckt wie flüssiges Metall. Keine 10 Pferde bringen mich dazu, dieses Gemisch zu schlucken. Ich äußere meinen Widerwillen und der Römer wird ungehalten. Es würde nach Orange schmecken – und – er riecht an dem Päckchen – auch so riechen. Für mich riecht es unangenehm chemisch und es schmeckt nach Metall. Ich gebe das Sachet zurück. Der Römer ärgert sich über meine Patienten-Allüren. Ich würde am liebsten heulen – und schlafen bis alles vorbei ist. Was für ein schrecklicher, schrecklicher Urlaub!
Am nächsten Morgen bin ich schwach, aber ich muss nicht mehr spucken und meine Kopf- und Gliederschmerzen sind fast weg. Der Römer liegt mir in den Ohren, dass er bei seiner Familie sein müsse, denn jetzt beginne der Besuchermarathon.
In Deutschland geht man auf die Beerdigung des Verstorbenen und/oder schickt Kondolenzkarten. In Albanien hält man sich damit nicht lange auf. Stattdessen kommt man direkt zu Besuch im Haus des Verstorbenen. Und wie das in Albanien so ist, wird der Gast mit Lokum, Gebäck, Kaffee, Softdrinks und alles, was das Herz begehrt, empfangen. Am Eingang stehen zwei, drei Verwandte, die die Besucher:innen begrüßen. Dann, im Wohnzimmer, sitzt meine Schwiegermutter mit zwei Söhnen oder Töchtern und nimmt die Beileidsbekundungen entgegen. Im oberen Stockwerk stehen die Schwestern des Verstorbenen auf dem Balkon und spähen, welche Besucher:innen sich die staubige Straße entlang kämpfen. In der Küche arbeiten die Schwiegertöchter: Sie waschen ab, bereiten vor, befüllen Gläser und Tassen mit Kaffee oder Softdrinks, richten Teller mit Lokum an. Man lieh sich sogar eine Gastro-Kaffeemaschine (ja, so eine, die normalerweise in einer italienischen Bar steht), um dem Besucherstrom Herr zu werden. Neudeutsch würde man sagen: Es ist soeben ein Popup-Kondolenz-Café eröffnet worden.
Am ersten Tag kamen 300 Leute – von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. In dieser Größenordnung und zu diesen Zeiten sollte es noch sieben Tage so weitergehen: Neffen und Nichten bedienen die Besucher:innen, fragen die Getränkewünsche ab, nicken verständnisvoll, weisen auf die Taschentuchboxen auf dem Tisch hin, wenn die Geschichten gar zu emotional werden. Es geht zu wie in einem Bienenstock. Verständlicherweise wäre der Römer in dieser Zeit gerne bei seiner Familie, um zu unterstützen.
Stattdessen ist er hier bei uns: Bei einem genesen Kind und einer kranken Frau.
Ja, was wird nur seine Familie von ihm denken?
Das Kind unterbricht unsere Diskussion: Er will jetzt ans Meer, aber bitte nur mit Mama. Also raffe ich mich auf und gehe mit. Mehrmals läuft das Kind den Strand entlang, ohne sich umzudrehen: 300-400 Meter. Der Römer jagt hinterher. Ich habe keine Kraft für derartige Aktionen und liege wie ein überfahrener Frosch auf der Liege. Der Sandsturm von gestern ist Vergangenheit. Das Wetter ist herrlich, die Temperaturen angenehm, Wellen werden sanft und beruhigend angeschwemmt und wie an einem unsichtbaren Faden wieder ins Meer zurückgezogen.
Am darauffolgenden Tag wird der Römer dermaßen von seinem Gewissen zerfressen, dass ich beschließe, den Urlaub an dieser Stelle abzubrechen. Eigentlich wären wir bis Samstag geblieben und eigentlich würde mir ein weiterer Tag gut tun, an dem ich mich ausruhen könnte, aber so hat es keinen Sinn. Wir packen unsere Koffer, informieren den Vermieter Artur über unsere Abreise und organisieren uns ein Taxi.
Diesmal fahren wir weg vom Meer. Der Urlaub hat nie richtig begonnen und schon ist er vorbei. Was für eine große Sch….. Wirklich, ich versuche allergrößtes Verständnis zu haben, aber nach all diesen Tagen blitzt hauptsächlich Wut durch. Wut auf diese ganzen Prüfungen des Lebens. Wut, auf all die Traditionen Albaniens. Wut auf die gesamte Situation.
Zum zweiten Mal in 8 Jahren gelange ich an den Punkt, an dem ich denke, dass die deutsche Kultur nicht mit der albanischen kompatibel ist. Das erste Mal kam mir dieser Gedanken in den Sinn als ich vor Jahren einer albanischen Hochzeit beiwohnte.
In Deutschland ist das Leben vorhersehbar, unabhängig, selbstbestimmt. Eben alles, was mir wichtig ist. Auch dem Römer scheint es zu gefallen, obgleich er Italien und, ganz selten Albanien, vermisst.
In Albanien ist sehr viel komplizierter. All die Erwartungen, der hohe Stellenwert von Traditionen, manchmal die Dynamik in der Familie, die Rolle der Frau, die Rolle meines Mannes in der Familie – es macht mich kirre. Er ist das jüngste Kind von 7 – und wird mit seinen 44 Jahren immer noch genau so behandelt. Ein kleiner Junge, den man beschützen muss. Den seine 56jährige Schwester morgens weckt, weil sie denkt, er kann sich den Wecker noch nicht selbstständig stellen. Das ist mit meinem ausgeprägten Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Autonomie nicht vereinbar. Dem Römer jedoch scheint die Rolle des Kleinsten, Schutzbedürftigen, zu gefallen. Er fügt sich mühelos in dieses Konstrukt ein.
Ich atme tief ein und aus: Die Sonne scheint, das Meer verschwindet langsam im Rückspiegel. Nachdem wi die Bundesstraße passiert haben, kämpfen wir uns durch den Verkehr Tiranas. Es ist staubig und die Abgase ziehen durchs halb geöffnete Fenster. An einem absolut chaotischen Kreisverkehr zur Rushhour, an dem sich Hunz und Kunz irgendwie einfädelt, hupt, scharf abbremst und aufgeregt winkt, vermisse ich den Feierabendverkehr Frankfurts. Generell vermisse ich alles an Deutschland: Supermärkte, die Ordnung, die geteerten Straßen, Lieferdienste, mein Bett, die Ruhe, nein, meine Ruhe, meine Autonomie, meinen Gemüseanbau auf dem Balkon.
Ja, es ist ein Kulturschock für mich. Und sicherlich macht die Dosis das Gift, denn ich fühle mich ganz wunderbar bei einem gemeinsamen Abendessen oder einem Kaffee mit der albanischen Verwandtschaft. Aber Hochzeiten und Todesfälle sind für mich die Überdosis. Danach brauche ich 14 Tage Zeit, um mich davon zu erholen. Noch im Taxi suche ich nach Flugverbindungen nach Hause. Ich will einfach nur heim.
Wir rollen auf den Parkplatz auf Schwager Besims Anwesen. Ich atme tief durch. Es geht in die nächste Runde…


Heiliger Strohsack! Was für eine Prüfung. Unser Weltumsegelungs-Schiff hieß übrigens Tiburón. Sorry, nicht daß Dir wieder übel wird … Ich hoffe, Du hast den Kulturschock längst verdaut. Männer aber bleiben Kinder, solange sie leben … Herzlichen Gruß aus Griechenland Lore
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Jetzt wo du’s sagst: Ich erinnere mich an den Namen. Du schriebst das in deinem Buch damals. 😃Mittlerweile muss ich nicht mehr würgen. Der Körper vergisst anscheinend recht schnell.
Da sagst du was! Männer werden 7, danach wachsen sie nur noch. 😄
Habt eine feine Zeit in 🇬🇷 & ich hoffe, ihr könnt ein bisschen ausspannen! Liebe Grüße in die Ferne, Eva
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oha, geht es dir inzwischen wieder gut? Ansonsten gute und vor allem schnelle Genesug!
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Genesung
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Zum Glück ja. 😃 Danke dir! 💛
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Wie viele ‚Runden‘ man, in dem Fall du, wohl aushält, bevor man erst implodiert und dann explodiert?
Oder ist alles gut gegangen? Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, liebe Eva.
Nur soviel: Dein Magenleiden kann eine Folge, bzw. Reaktion auf den Kulturschock mit all seinen ‚Herausforderungen‘ für dich gewesen sein.
Viele Grüße Bea
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Mir scheint, liebe Eva, du und der Signorino
habt eine Menge Gemeinsamkeiten: einen starken Willen, Autonomiebedürfnis, zur Unzeit krank werden, Witz wären ein paar davon.
Im übrigen: man heiratet nie nur einen Menschen, sondern ein System. Zwischen dem eigenen und fremden System kommt es immer wieder zu heftigen Reibungen, gegenseitigem Abstoßen, auch Befreundungen. Du hast den Vorteil, dass du gewöhnlich in deinem System lebst, dein Mann muss irgendwie die Balance halten.
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Das würde ich genau so unterschreiben, liebe Gerda. 😃
Und du hast vollkommen recht: Das andersartige System ist für beide Seiten herausfordernd. Für den Römer definitiv mehr als für mich, da er ein “Grenzgänger” dreier Kulturen ist. Meist pickt er sich die Rosinen heraus, ist mal Albaner, mal Italiener, im Ausland auch gerne mal Deutscher. Nur immer klappt es nicht. Dann kommt er an die Grenzen, an die ich stoße, wenn ich zu lang in Albanien bin. Jetzt würde mich interessieren, nach all den Jahrzehnten in Griechenland, musst du noch ab und an mit dem Kopf schütteln bei einer griechischen Eigenart? Liebe Grüße Eva
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Eine sehr gute Frage, liebe Bea. Es glich einer Kernschmelze. 😄
Der schönste Moment der Reise war der, als wir endlich heim durften. Ich verstehe mittlerweile, dass Leute den Boden in der Heimat küssen. 😄
Das ist ein guter Hinweis: Ich vermute, es war eine Kombination aus Signorinos Virus und der absoluten, emotionalen Überforderung. Oder anders gesagt: Die Situation war wortwörtlich zum K……. 😄
Viele liebe Grüße und einen fröhlichen Wochenstart, Eva
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🤍💞🤍
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Ach herrjeh. So eine Übelkeitsgeschichte ist schon schlimm genug. Aber dabei mutterseelenallein für ein kleines Kind verantwortlich zu sein ist eine absolute Katastrophe.
Du bist wirklich nicht zu beneiden.
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Das war wirklich ein Ritt, liebe Trude. Zum Glück bin ich wieder in heimischen Gefilden und finde es ganz wunderbar. 😄 Hab einen feinen Sonntag & liebe Grüße
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Ti capisco perché anch’io vivo tra due mondi diversi con tradizioni diverse. Per fortuna non sono così totalmente diverse da essere insopportabili… Buona settimana, mia cara! 👋🌞
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Grazie, cara Luisella. E’ oppure interessante di conoscere altre culture o altri modi di pensare. Però preferisco “dosi piccoli”. 😄 Buon weekend e tanti saluti!
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Liebe Eva, das sind schon krasse kulturelle Unterschiede, ich fühle mit dir. Sicher halten sie sich besser aus und sind sogar interessant, wenn es einem gut geht. Diesmal ist es voll in den Eimer gegangen, oder in die Schüssel. Ein Sommer, der keiner sein sollte für euch.😢
So ein bisschen hat man das hier in Italien auch, dieses: „was die Familie sagen wird“. Oder die Nachbarn, die Leute. Im Süden stärker als im Norden. Zum Glück ahnte ich das alles damals nicht, als meine ersten italienischen Familienerlebnisse in Kalabrien spielten. Ich habe keinen Trauerfall miterleben müssen, und eine Hochzeit war nur zur Hälfte süditalienisch. Sie fand in Lecco bei der Braut statt. Was die Familie meines Freundes damals über mein Outfit dachte, weiß ich aber. Es war unpassend, denn es war kein langes Abendkleid. So eins besaß ich nicht und wusste auch nicht, dass es üblich war. Ich ging mit einem edlen, aber kurzen Wildlederrock und einem feschem Top. Für die Kirche hatten sie zum Glück eine Stola für mich.
Liebe Grüße nach Frankfurt!
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Liebe Anke,
vielen Dank für deinen mitfühlenden Kommentar! Ich kann es mir bildlich vorstellen: Was in unseren Breitengraden ein schickes Outfit ist, ist woanders eben das “Alltagsoutfit”. Aber wer ahnt die ungeschriebenen Sitten und Gebräuche schon? 😕
Hab ein feines Wochenende und liebe Grüße, Eva
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