Signorinos Schwester Bianca

Signorino hat eine Schwester. Sie heißt Bianca.

Wenn Sie jetzt mit Glückwünschen um die Ecke kommen wollen oder empört sind, dass ich besagte Bianca nie erwähnt habe, muss ich Ihnen sagen, dass wir Signorinos Schwester auch nicht kennen. Sie tauchte plötzlich auf.

Irgendwann beim Abendbrot erwähnte Signorino, dass er eine Schwester hat. Das fand ich interessant und fragte ihn, wie sie denn heißen würde. An diesem Abend konnte er es nicht beantworten. Es sollte ganze 24 Stunden dauern bis er wusste, wie seine Schwester heißt. Am nächsten Abend teilte er mir mit, dass seine Schwester Bianca heißt. Ich nickte und dachte nach.

„Du kannst sie aber nicht sehen, oder?!“, fragte ich, die vermutlich zu viele Horrorfilme gesehen hat, bei ihm nach. Nein, nein, Signorino kann Bianca nicht sehen. Das beruhigte mich. Schließlich möchte ich schon wissen, wer bei uns wohnt. 😉

Ab und an erzählt Signorino dann über Bianca. Meist nur ein bis zwei Sätze. Letztens sagte er mir, dass Bianca die beste Freundin von Kindergartenkind Hannah ist. Da es zwei Hannahs in seiner Kindergartengruppe gibt, hakte ich nach, welche Hannah denn nun Biancas Freundin ist. Man will ja wissen, mit wem die imaginäre Tochter befreundet ist. „Von der kleinen Hannah!“, antwortete Signorino. „Super!“, freute ich mich, denn die kleine Hannah mochte ich sehr gerne.

Zum Glück ist Bianca nur imaginär. So bleibt mehr Panettone für Signorino.

Bianca ist übrigens 4 Jahre alt, genau wie Signorino, erklärte er mir. Das beruhigte mich, denn die Kleinkind- und Babyphase war alles andere als meine Lieblingsphase in der Entwicklung meines Kindes. So war Bianca schon mal aus dem Gröbsten raus. Klasse!

Ich muss sagen, dass ein imaginäres Kind und ein echtes Kind gut zu bewerkstelligen sind. Bis jetzt kann ich mich nicht beklagen, was vielleicht daran liegt, dass man Bianca kaum bis gar nicht merkt. 😉

Und einen Kindergartenplatz brauchen wir für unsere imaginäre Tochter auch nicht. Sie geht einfach nach Bedarf mit Signorino mit.

14 Kommentare

  1. Signorino wünscht sich ein Geschwisterchen, meint der Techniker, denn er kann das nachvollziehen … Er kam mit dem Zuckerstücke rauslegen für den Storch nicht nach. Immer waren sie weg, aber das ersehnte Geschwisterchen kam nicht …

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