Wichtel-Tag 18: Eieiei

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Signorinos Reaktion auf Tag 17

Es ist Montagmorgen, 8 Uhr, und sehr zu meiner Überraschung ruft der Kindergarten beim Römer an (und nicht, wie sonst, bei mir): Notbetreuung – es gibt nur zwei Erzieher:innen in der gesamten Kita – acht sind krank. Ob Signorino auch daheim bleiben könne?

Also blieb das Kind daheim mit mir.

Dabei hat uns der Wichtel heute gerettet, um nicht vollkommen zu versumpfen. Signorinos Plan war natürlich, den ganzen Tag Filme auf dem Tablet zu gucken. So sehr ich diesen Vorschlag verstehen kann, so wenig war er umsetzbar.

Nach dem gemütlichen Frühstück entdeckte Signorino Ingmars Schneegestöber und den Schneemann. „Hö? Kein Brief?“, stellte das Kind fest.

Mist! Vergessen.

„Ja, der Wichtel hatte kein Briefpapier mehr, deswegen hat er heute eine E-Mail geschrieben.“, log ich und beglückwünschte mich zu dieser grandiosen Ausrede. „Und kannst du sie vorlesen?“, fragte der Sohn bei mir nach.

Na klar konnte ich. Eventuell stotterte ich etwas bei der Improvisation der E-Mail, aber dem Kind ist es zum Glück nicht aufgefallen.

Ich las also vor, dass es im Wichtelland geschneit hatte und der Wichtel einen Schneemann für Signorino gebaut hatte. Ingmar würde sich wünschen, dass Signorino auch einen Schneemann für ihn baut.

Nach dem Mittagessen taten wir das dann auch. Ich holte die etwas trockene Knete aus dem Kühlschrank, vermischte sie mit etwas abgekochten Wasser und knetete sie wieder geschmeidig. Dann schritten wir zur Tat.

Sie kennen Signorino natürlich schon eine Weile und wissen, dass er einen ganz eigenen Kopf hat. Schneemann-Bauen fand er dämlich. Es musste natürlich ein Alien werden.

Und so bauten wir den allseits bekannten Schnee-Alien. Die Beschreibung der einzelnen Körperteile habe ich dazu geschrieben.

Ich hoffe, Ingmar freut sich trotzdem. 😉

Wichtel-Tag 18: Vorbereitungen

Eigentlich wollte ich der Wichtel mit Signorino Popcorn machen, aber da ich wegen der Notbetreuung nicht aus dem Haus kam und nicht mit Signorino Popcorn-Mais kaufen wollte, musste ich dieses Experiment vertagen.

Mal wieder lag ich grübelnd neben Signorino, der versuchte, in den Schlaf zu finden. Was könnte ich morgen wohl anstellen? Meine Wichtelliste half mir nicht wirklich, da einige Aktionen aktuell (noch) nicht passen, andere inkludierten kleine Geschenke, die Signorino zu Hauf in den letzten Tagen bekommen hat. Was also tun?

Da fiel mir ein, dass ich noch zwei Ü-Eier im Vorratsschrank hatte. Ich könnte die beiden Überraschungseier vorsichtig öffnen und die gelbe Kapsel durch Lego-Figuren ersetzen, die Signorino auf jeden Fall erkennen würde. Danach würde ich mit etwas Schokoglasur die Ü-Eier verschließen und sie wieder folieren, als wäre nichts gewesen.

Da dachte ich noch, dass diese Figuren passen würden.

Somit hätte sich Ingmar mal wieder einen Scherz erlaubt und Signorinos heiß geliebte Lego-Figuren in den Ü-Eiern eingeschlossen. Jede Figur bekam noch ein Lego-Handy dazu gelegt – für den Notfall.

Ich öffnete die Folie der Überraschungseier vorsichtig am Rand, legte sie beiseite und nahm die Lego-Figuren Steve und Herbert (Signorino hat die Namen ausgesucht) zur Hand, die ich jeweils in eine Hälfte platzierte. Dann bekamen sie ihr Handy in die Hand und Herbert, der eigentlich einen Hut trägt, bekam einen Zettel mit „He, wo ist mein Hut?“ in seinen Schoko-Sarkophag gelegt.

Signorino hatte den Hut nämlich verlegt und fragte heute diverse Male nach Herberts Kopfbedeckung.

Dann erwärmte ich die Glasur, verteilte sie vorsichtig mit einem Silikon-Pinsel auf dem Eierrand und presste die Hälften sanft gegeneinander. Schließlich verschwanden die zwei Eier für 30 Minuten im Kühlschrank, damit sie schnell trocknen würden.

Am Ende kam die Folie noch über die Überraschungseier et voilà: Der Ü-Ei-Scherz war in ca. 20 Minuten fertig gestellt (+30 Min Trocknung im Kühlschrank).

Diesmal schrieb Ingmar einen Zettel (und keine E-Mail): Lieber Signorino, ich habe mir einen Scherz erlaubt und zwei ganz besondere Figuren in die Ü-Eier gepackt. Kannst du sie aus ihrem Schoko-Sarkophag befreien? Dein Ingmar.

Wichtig: Unbedingt Figuren mit hohem Wiedererkennungswert nehmen. Sonst wird es etwas witzlos.

22 Kommentare

  1. Mein Patenonkel hat vor laaaaaanger Zeit mal eine seiner Steineulen in so ein Ü-Ei gesteckt und mir zum Geburtstag geschenkt. Da hatte ich gerade mit Eulen sammeln begonnen.
    Die Überraschung war riesig und die Erinnerung bleibt.
    Die Idee war so großartig wie mein Patenonkel es auch war.
    💚

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  2. Enormer Aufwand am KInderbetreuungstag. Schließlich sollte das ja alles auch noch wichteltuerisch heimlich ablaufen, richtig? Und die Ü-Einer wieder zusammenbekommen.
    Was den Alien mit 6 Gliedmaßen angeht denke ich, dass er eindeutig mit den irdischen Insekten verwandt ist. Gewiß ein Riesen – Monster – Gliederfüßler (möglicherweise ein bißchen ähnlich wie die Kakerlake in Men in Black)! Mit verbesserter Chitinpanzerung, Verzeihung, Beschilderung. Spannend wäre jetzt, ob das Linsenaugen oder Facettenaugen sind.

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      • Wobei ihr das noch hinbekommen habt. Also den Alien. Und überhaupt den Tag. Aber was macht z.B. die alleinerziehende Kassiererin vom Supermarkt da? Oder andere sogennante Systemrelevante, die also sofort Druck vom Chef bekommen? Nein, für Kinder ist unsere Gesellschaft nicht vorgesehen und Kinder nicht kompatibel mit dieser…

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      • Zum Glück hatten wir immer viel Familienunterstützung. Einmal geschah es, dass wir zu drei Elternabenden (oder vielleicht war es auch nur eine andere Besprechung? Das weiß ich nicht mehr so genau!) sollten… Na, dann ging halt eine Oma! – Sofort der Kommentar: Haben die Eltern keine Zeit/sind sie nicht interessiert?
        Tja, die waren verteilt auf 2 anderen, ähnlichen Veranstaltungen an verschiedenen sogenannten pädagogischen Einrichtungen. Die sich wie üblich zogen. Und am anderen Morgen hieß es doch aufstehen. Der Vorwurf konnte übrigens nie wieder entkräftet werden: Die Institution blieb beleidigt, da sie sich zurückgesetzt fühlte – hatten die Eltern doch die anderen offensichtlich bevorzugt!
        Nein, man kann es nicht allen recht machen. Das Gegenteil dagegen klappt hervorragend. Jobmäßig gäbe es ebenfalls Beispiele zu nennen.

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      • Wow! Man kommt sich dann sicher vor, wie die achtarmige Krake. 🐙 Sollen die Lehrpersonen beleidigt sein. Den Aufwand, den die Eltern betreiben, sehen sie ja doch nicht.

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      • Auch umgekehrt wird oft die tatsächliche Leistung nicht geschätzt. Aber es gibt schon lächerliche Haltungen und Szenen! „Mit den Eltern von diesem Kind spreche ich nicht,“ sagte eine Englischlehrerin über uns (natürlich nicht zu uns) in einem Jahr, in dem unser Sohn meinte, als Klassenclown glänzen zu müssen. Tja, manche haben ihren Beruf einfach verfehlt…

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