Wichtel-Tag 20: Ofenkartoffel

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Signorinos Reaktion auf Tag 19

Signorino fand zuerst die Maiskörner. Damit konnte er nicht wirklich viel anfangen, weil ihm das Transferdenken „Popcorn besteht aus Mais“ noch fehlte. Ich las den Brief vor und brachte etwas Licht ins Dunkle. „Aha! Aus Mais kann man also Popcorn machen.“, dämmerte es dem Kind. Natürlich wollte er sofort zur Tat schreiten. Noch vor dem Kindergarten.

Ich vertröstete ihn auf nachmittags und ich brachte ihn in den Kindergarten. Im Kindergarten war immer noch Notbetreuung mit einem Erzieher und zwei Azubis angesagt. Juhu!

Zu allem Überdruss war Signorinos bester Freund heute nicht da und dementsprechend derangiert holte ich das Kind um 12 Uhr ab. Einzig die Idee, nachmittags Popcorn zu machen, heiterte den Nachwuchs auf.

Nach dem Kitabesuch war er – vermutlich durch all die Änderungen aufgrund der Notbetreuung – unausstehlich. Irgendwann riss mir auch der Geduldsfaden und wir handelten 30 Minuten „Time-Out“ vor dem Tablet aus. Ein Hoch auf die Technik!

Das brachte das Kind wieder einigermaßen runter. Dann machten wir Popcorn. Das Rezept war katastrophal und ich musste zugeben, dass ich noch nie Popcorn in meinem Leben gemacht habe.

Zumindest konnte ich mich nicht erinnern. Erst brannte mir der Zucker an, dann wollten die Körner nicht ploppen. Dann ploppten die Körner endlich und das Kind freute sich riesig. Ganze fünf Sekunden lang, denn dann hatte Signorino die Lust verloren. Schließlich flitzte der Nachwuchs ins Wohnzimmer und ich hatte einen halben Topf voll verbrannt-zuckrigem Popcorn und einen eingebrannten Topf in der Küche. Anstandshalber probierte Signorino. Nach einem „Mmmh! Popcorn!“, spuckte er den Rest aus.

Dem Wichtel stellten wir trotzdem brav eine Tüte voll Popcorn vor die Tür. Vielleicht sind seine Geschmacksnerven nicht so sensibel.

Die Idee war gut. Die Umsetzung wäre für den geübten Popcorn-Macher sicher klasse.

Für mich hingegen war es ein einziges Desaster.

Wichtel-Tag 20: Vorbereitungen

Signorino war den restlichen Tag über unausstehlich. Die Notbetreuung verlangt uns allen alles ab und den Frust bekomme ich natürlich brühwarm den ganzen Nachmittag und Abend serviert. Neuerungen bzw. Änderungen zu verkraften, sind nicht die Stärke des Kindes.

Aber so ist das eben manchmal.

Dennoch konnte ich mich heute etwas arrangieren. Also Ingmar arrangierte sich mit der Situation, in dem er Signorino einen Streich spielte. Als Signorino schlief, verpackte ich seine Schuhe mit Alufolie zu handlichen Ofenkartoffeln, malte eine Hundeschnauze mit Filzstift darauf und klebte Wackelaugen an.

Als süße Überraschung versteckte ich ein paar Schokolädchen in seinen Schnürsenkeln bevor die Alufolie über die Schuhe kam.

Mal schauen wie er das morgen früh findet bzw. ob er überhaupt seine Schuhe findet.

Zwei Mal Döner Schuhe zum Mitnehmen, bitte.

12 Kommentare

  1. Popcorn habe ich genau 2 x im Leben selbst gemacht.

    Beim ersten Mal sah die Küche aus wie sau und nur meinem Mann und seiner Ausdauer den Deckel festzuhalten zu verdanken, das nichts schlimmeres passiert ist.
    Der Geschmack war gut, uns das Ganze aber zu viel Arbeit, wenn man den Reinigungsaufwand mit betrachtet.

    Das zweite mal hatte wir gerade unsere erste Mikrowelle gekauft und probierten alles aus, was es da schon entsprechendes für zu kaufen gab.
    Das gesalzene Mikrowellenpopcorn hat uns allerdings so gar nicht geschmeckt.

    Und so blieben wir lieber dabei es selten zu essen und nur frisch bei irgendwelchen Veranstaltungen zu kaufen.

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  2. Wir hoffen ja sehr, dass er nicht ohne Schuhe, die einfach weg waren, gehen mußte. Aber für gewöhnlich sind Kinder ja schnell im Auspacken!
    Ich bewundere Deinen Ideenreichtum und Deine Ausdauer in Wichtelfragen oder anders, diesen besonderen Adventskalender.

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