Wichtel-Tag 23: Blitzgärtnern

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Signorinos Reaktion auf Tag 22

“Oh Mann, der Wichtel hat heute Nacht gar nichts gemacht!”, stellte Signorino traurig fest. Er wirkte sichtlich mitgenommen.

Ich musste mir also etwas einfallen lassen, dass a) nicht an der Wichteltür stattfinden durfte, weil das Kind nonstop im Wohnzimmer spielte und b) möglichst leise und ohne große Vorbereitungen stattfinden sollte.

Ich zog meinen Joker und tauschte das Toilettenpapier gegen Luftschlangen aus. Den Römer instruierte ich, dass er bitte alles so lassen soll wie es jetzt dekoriert war, wenn er auf den Thron steigt. Die hochgezogene Augenbraue und das sanfte Augenrollen ignorierte ich.

Dann befestigte ich noch Luftschlangen an der Türklinke. Das Bad sah aus als hätte hier eine wilde Karnevalsparty stattgefunden.

Teilausschnitt – an der Türklinke hingen auch überall Luftschlangen

Irgendwann drückte die Blase des Kindes. Er lief zur Toilette und rief: “Mama! Mama! Komm schnell!” Ich eilte zur Toilette und fand die Karnevalssituation vor. Das Kind lachte sich scheckig und konnte kaum Wasser lassen vor lauter Lachen.

“Oh Mann, dieser Ingmar!! Er hat das ganze Bad dekoriert.”, prustete er und ich reichte ihm echtes Klopapier aus dem Regal, eh er sich mit Luftschlangen abputzen würde.

Ein gelungener Last-Minute-Streich. Nächstes Mal versuche ich aber nicht mit Signorino einzuschlafen. 😉

Wichtel-Tag 23: Vorbereitungen

Heute half mir Signorinos Neugier bei der Ideenfindung. “Mama, was ist das?”, fragte der Nachwuchs mit einer Packung Zuckerkarotten in Miniaturform in seiner Hand. Er hatte mal wieder eine Entdeckung im Küchenschrank gemacht. “Das sind Deko-Karotten. Sie sind für einen Rüblikuchen gedacht.”, antwortete ich und – ratsch – war die Packung auch schon offen und das Kind probierte eine. Fazit: Joa, kann man mal testen.

Ich seufzte hingegen und sammelte mit dem Kind die Karotten vom Boden, die bei seiner Aufreiß-Aktion aus der Packung gepurzelt waren.

Irgendwie hatte Signorino auch recht. Ich hatte sie günstig an Ostern ergattert und seitdem blieb der Rüblikuchen nur ein frommer Wunsch, der nicht umgesetzt wurde.

Sie lagen also nur im Vorratsschrank und warteten auf ihren Einsatz.

Doch Ingmar würde sicher Verwendung dafür finden, oder? Abends, als der Römer den Nachwuchs ins Bett brachte, rührte ich ein Karottenfeld an. Es bestand aus einem Schokokuchen-Teig, der in Muffinförmchen gegoßen wurde.

Nach dem Backen wurden die Muffins geköpft – das sah in etwa so aus.

Um schließlich die Schokolade zu schmelzen. Ich hatte zum Glück noch meine Lieblingsschokoglasur übrig.

In der Zwischenzeit wurde der abgeschnittene Kopf der Muffins zerbröselt.

Und anschließend mit der Schokolade vermischt.

Schließlich gibt man die “Blumenerde” alias das Schokoladen-Kuchenbrösel-Gemisch wieder auf die Muffins und steckt die Karotten wahllos in die Blumenerde.

Zum schnelleren Trocknen habe ich die Muffins in den Kühlschrank gegeben.

Dazu schrieb Ingmar einen Brief:

Lieber Signorino, heute Nacht habe ich Karotten angepflanzt. Durch einen speziellen Wichtelzauber kann ich sie schneller wachsen lassen. Da die Sonne aufging, konnte ich nicht mehr überprüfen, ob sie schon gewachsen sind, weil ich sooo müde war. Kannst du für mich überprüfen, ob schon Karotten aus meinen Töpfen gewachsen sind und mir Bescheid geben? P.S.: Die Erde ist übrigens essbar und sehr schokoladig.

Da wir morgens gerne süß frühstücken, kommt der Schokokuchen das Karottenbeet genau richtig.

Und ja, der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen: Karotten im Dezember!

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