Hebammensuche in einer Großstadt

Erst wird man ewig nicht schwanger, dann ist man endlich schwanger und in der Zeit, in der mein Pinkeltest noch trocken wurde, stürzten die anderen werdenden Mütter wohl schon ans Telefon und wählten wahllos die Nummer diverser Hebammen.

Ich tippe diese Zeilen während ich mich in der 6. Schwangerschaftswoche befinde. Das heißt, ich weiß erst seit gut einer Woche, das ich schwanger bin. Davor war es einfach nicht festzustellen. So eine Eizelle möchte sich ja nun auch in Ruhe einnisten und ein kuscheliges Plätzchen finden.

Als ich meinen Termin beim Frauenarzt hatte und ich das Attest zum Nichtstun in die Hand gedrückt bekam, hatte ich erstmal viel Zeit. Was ich nun tat, war als erstes natürlich sämtliche Onlineshops zu durchstöbern, denn es sind ja nur noch neun Monate bis das Baby kommt und dann möchte man’s doch hübsch haben daheim. Als das nach gut zwei Tagen erledigt war, hielt ich nach einer Hebamme Ausschau. Ich schreib einer, die ich aber nicht besonders sympathisch fand (das Bild sprach Bände) und sollte auch bei Ihren Emails recht behalten. Feldwebelartig gab sie mir dies und das zu bedenken, sie diktierte ihre Konditionen und meine Pflichten, die ich zu erfüllen hatte. Nachdem ich zwei Tage mit der Idee schwanger ging, ob ich nun ein Kennenlern-Termin ausmachen möchte, entschied ich mich für ja. Ich bat sie um einen Termin.

Doch alles in meinem Bauch krampfte sich zusammen. Ich fand ihren Schreibstil so unsympathisch, dass ich, nachdem diverse Terminvorschläge zurück kamen, antwortete, dass ich es mir nochmal durch den Kopf gehen habe lassen und ich kein gutes Gefühl habe, dass sie mich Weihnachten nicht betreuen kann (der Geburtstermin ist Anfang Dezember).

Nun suche ich also nach einer Hebamme, aber es scheint sich schwierig zu gestalten. Notfalls habe ich halt keine, sondern die vom Krankenhaus zugewiesene für das Wochenbett. Das wäre schon ok. Ich mach mir da mal keinen Stress. Wozu auch? „Che sarà, sarà“ wie der stolze Papi sagt. „Und wenn nichts hilft, dann lassen wir „la mamma“ aus Italien kommen. Die kann es eh nicht erwarten ihren nipotino [Enkelchen] zu sehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s