WMDEDGT – Mai 2024

Es ist der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir denn den Tag über gemacht haben. Sie nennt das WMDEDGT und diesmal gibt es die Urlaubsversion davon. Statt Wien verbringen wir ein paar sonnige Tage in Valencia.

05:00 Uhr Die Schlafcouch, auf der ich schlafe, quietscht bei jedem Umdrehen. Zum Glück hat mir der Römer Ohrstöpsel eingepackt mit denen ich gar nichts höre. Eben solange bis sie sich lösen und um 5 Uhr früh herausgefallen sind. Ich stecke sie zurück ins Ohr und schlummere weiter.

08:00 Uhr Die beiden männlichen Eulen schlafen noch. Ich habe Hummeln im Hintern und will etwas erleben. So beschließe ich zu duschen, damit ich nachher nicht unnötig den Frühstücksprozess aufhalte.

09:30 Uhr Immer noch keiner wach von den beiden anderen, obwohl ich das luxuriöse Duschprogramm mit Eincremen, Haare waschen, föhnen, bürsten und Gesichtspflege gewählt habe. Also frühstücke ich. Wir haben eine Kaffeemaschine und einen Teekocher hier. Ich Fuchs habe gestern Kapseln und Tee gekauft. Dazu ein paar Dinokekse von Signorino. Ich belese mich zur Tuin-Card, der Metrokarte in Valencia. Schließlich verlässt sich mein Gatte im Urlaub voll und ganz auf mich: Ich bin die Strategin und er der Mann für die Logistik (Transport von Signorino und Gepäck, Versorgung mit Essen und Getränken). Außerdem verzeiht er kleine Fehler bei der Strategie, wenn wir dann doch in der falschen Metro sitzen oder 20 Minuten in die falsche Richtung laufen.

10:00 Uhr Die beiden Männer sind wach. Wir frühstücken. Ich reiche Tee und Kaffee an, öffne Dinokekse und dann ziehen wir uns an. Eine große Runde Sonnencreme und wir gehen los.

10:30 Uhr Wir sind über Umwege an der Metro-Haltestelle Alacant angekommen. Unsere Tuin-Karten haben beide noch Guthaben und so geht’s los. Eine Fahrt kostet hier 40ct. In wenigen Stops sind wir an der Station “Ciutat Arts i Ciències”. Ein bisschen verloren stehen wir herum, dann sehen wir den Wegweiser beim Shoppingcenter.

Hier links oder rechts: Es ist eigentlich egal. Generell müssen Sie sich beim Àgora (das Gebäude, das aussieht wie ein auftauchender Wal) rechts halten

Kurzer Fotostop und schon sind wir an unserem Ziel: Das größte Aquarium Europas und Signorinos Lebenstraum.

Fotostop in der Kunst- uns Wissenschaftsstadt Valencias.

11:00 Uhr Die Warteschlange ist lang. Wir stellen uns proforma an und ich suche im Internet nach Online-Tickets. Es dauert 5 Minuten und braucht eine Kreditkarte und einen Personalausweis – schon haben wir die Tickets im E-Mail-Postfach. Mit unseren Online-Tickets verlassen wir die Endlosschlange und gehen direkt zum Eingang.

Ich bin auch im Bild. 😄

13:00 Uhr Bis jetzt haben wir die Tropenfischwelt und das Mittelmeer angeguckt. Der Römer findet das Aquarium in Dubai besser. Da wusste er noch nicht, dass noch ganz andere Welten und unzählige Kilometer mehr auf ihn warten werden. Das Kind will einen Hotdog probieren. Und siehe da, er isst ihn. Kulinarisch ist es im Oceanogràfic herausfordernd, weil es entweder Süßes, wenig ansprechendes oder eben etwas mit Schweinefleisch gibt. Dazu sind die Preise gesalzen. Wir Großen trinken erst einmal etwas. Dann schauen wir uns die Krokodil-, Arktis- und Walwelt, sowie die Station “Tiburones”, Haie, an. Letztgenannte hat uns sehr beeindruckt.

Tiburon – ein Hai.
Tropenfische
Hände hoch – ein Hai kommt.
Der Blick sagt auch alles.
Quallen liebe ich. Am liebsten nicht an meinem Bein, sondern im Aquarium.
Der Rochen war verliebt in den Römer und folgte ihm. Ich kann’s total verstehen.
Hier geht’s zur Haiwelt.
“Mama, und wann sehen wir den Blauwal?” Zum Glück gibt es hier keinen. Es wäre doch arg eng für das Geschöpf.

15:45 Uhr Der Römer will gehen. Das Kind auf keinen Fall. Als Kompromiss kaufen wir Eis. Das Kind will “Dracula-Eis”, der Mann ein Eis am Stiel mit Schokolade und ich Solero. “Dracula” schmeckt dem Kind nicht. Solero trifft aber genau seinen Geschmack. So tauschen wir und ich esse das Eis mit dem Geschmack “Milder Klostein”. Gruselig!

Bei den Flamingos kamen wir auch vorbei.

16:15 Uhr Wir brechen auf. Signorino ist müde. So müde, dass er nur noch Quatsch macht. Wir Erwachsenen essen im gegenüberliegenden Shopping Center. Das Kind haut übermütig ab. Der Römer fängt es ein und schimpft es. Dann weint Signorino. Wir essen stoisch weiter. Es ist unser Mittagessen.

16:40 Uhr Wir fahren heim und sind um

17:15 Uhr daheim. Dort snackt das Kind erst einmal und will eine Serie gucken. Der Römer schläft und ich gucke, wie viele Kilometer wir gegangen sind: 7,2 km, um genau zu sein. 90% davon ist das Kind alleine gegangen, was ziemlich gut ist für jemand, der nur Roller fährt.

18:30 Uhr Das Kind wird beauftragt, den Mann zu wecken. Es klappt! Er habe gar nicht geschlafen. Dafür hat er aber sehr laut geschnarcht. Wir reden über unseren Abendplan. Es wird recht schnell klar: Der Signorino’sche Kooperationsrucksack ist relativ leer, das heißt der Römer holt uns was bei seinem neuen valencianischen Lieblingsitaliener “Le Favole”. Wir essen zu Hause und danach gehen wir entspannt und satt auf ein Eis. Frei nach dem Motto “Alles kann, nichts muss”. So wäre der Plan. Die nächsten Tage wollen wir aber tatsächlich Spanisch essen und nicht nur Italienisch. 😄

20:45 Uhr Wir haben gegessen. Unter anderem diese leckere Pizza. Das Kind wollte wie immer “momale Pizza” [Margherita] und der Römer hatte Ravioli in Salbeibutter. Ich versuche, die anderen zu einem Spaziergang zu animieren. Kollektive Unlust schlägt mir entgegen. Ob ein Eis hilft?

Kleine Hände, die die Margherita hervorziehen wollen.

21:40 Uhr Keiner will mehr raus. Dann gehen wir eben ins Bett. Let’s call it a day!

Gleich geht’s weiter.

12 Kommentare

  1. Liebe Eva, toll beschriebener und bebilderter Beitrag, bei dem man Lust auf Aquarien bekommt. Ich glaube aber nicht, das du masochistisch veranlagt bist und sicher Quallen den Qualen vorziehst, oder?
    🐠🐟🐋🐡
    Viele Grüße Bea

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  2. Na bei diesem Urlaubstag seit ihr doch alle zumindest etwas auf eure Kosten gekommen.

    Weißt du wann das Aquarium gebaut wurde? Uns wurde einst gesagt das das in Lissabon das größte in Europa sein soll.

    Liebe Grüße
    Trude

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    • Man merkt, das Kind wird langsam größer und die Anstrengung wird etwas weniger. 😃
      2003 wurde Valencia wohl eröffnet. Lissabons Aquarium stammt aus dem Jahr 1998. Ich hätte auch auf Lissabon getippt, aber anscheinend ist es Valencia. Beeindruckend sind beide gleichermaßen. 😃
      Liebe Grüße, Eva

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