WMDEDGT – Oktober 2025

Es ist der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir denn den Tag über gemacht haben. Heute lernt Signorino backen.

Die Nacht war okay – 3 Mal Aufwachen zählt definitiv zu den erholsamen Nächten. Ich bin aber auch froh, wenn die Zeit kommt, in der meine Nacht keine Erwähnung mehr im Blog erhält.

Um 07:30 Uhr erklärt Bianco die Nacht für beendet. Ich gehe ins Zimmer der beiden anderen, wecke meinen Mann und er darf die Frühschicht übernehmen. Schließlich konnte er seine sieben Stunden durchschlafen. Dann lege ich mich alleine schlafen.

09:20 Uhr Ich wache langsam auf. Alle Kinder sind wach. Signorino wünscht sich Pancakes zum Frühstück. Irgendwann haben wir damit angefangen und es wird von dem Römer und Signorino sehr zelebriert: Mit Ahornsirup und allem Pipapo. Ich mache ein paar davon und esse selber lieber die Nussschnecke von gestern. Apropos gestern: Es regnete beinahe durchgehend. Deswegen blieben wir im Haus. Was wiederum bedeutet, dass wir heute dringend unsere Gehirne lüften müssen. Und das am besten gleich nach dem Frühstück, denn dann ist die Stimmung relativ stabil.

10:30 Uhr Bianco ist müde, aber will nicht schlafen. Wir versuchen es zwanzig Minuten lang – keine Bereitschaft seinerseits. Signorino will daheim bleiben und bauen. „Wenn du ein Telefon bedienen kannst, um im Notfall Hilfe zu holen, kannst du daheim bleiben.“, spreche ich. Das wird noch dauern. So muss er mit. Wir gehen unsere übliche Runde. Am Spielplatz ist nichts los. Der Römer dreht mit Bianco im Buggy eine Runde, auf dass er einschlafen möge. Aber nichts! Das Baby sieht es gar nicht ein. Stattdessen schreit es. Also müssen wir nach Hause gehen. Da es anfängt zu regnen, gehen wir alle.

12:00 Uhr Wir sind daheim. Bianco schläft ein. der Römer kocht und Signorino hört Woozle Goozle (die Folge mit den Haien natürlich). Als Bianco aufwacht, gibt es Kürbisrisotto. Juhu!

14:00 Uhr Das Kind muss Schwungübungen als Vorschulhausaufgabe machen. Der Römer möchte es gerne übernehmen. Mein Gott, es erinnert mich an meinen eigenen Vater, der mit mir Mathe-Hausaufgaben machen sollte. Schrecklich! Nächstes Mal übernehme ich das. So will keiner freiwillig lernen.

16:00 Uhr Ich mache Pflaumenkuchen. Heute ist der perfekte Tag dafür. Signorino bittet um Teig. Dann wird er zum Bäcker. Er möchte Bananenkuchen machen. Erst denke ich, es ist Quatsch. Aber aus Kindern, die nichts dürfen, werden Erwachsene, die nichts können. Sie kennen den Satz ja. Am Ende macht er seinen Bananenkuchen mit viel Geschick. Er ist aus Mürbteig. Also rollt er ihn aus, bemehlt ihn, ich schneide die Bananen und dann drückt er diese auf seinen Bananenkuchen, der eher ein Plätzchen ist, an. Ich erkläre, dass wir Backpapier brauchen, sonst klebt der Kuchen am Backblech an. Das Kind hat sehr viel Spaß.

17:00 Uhr Bianco ist müde. Der Römer muss sein Workout unterbrechen, denn das Wohnzimmer wird für Biancos Schläfchen gebraucht. Alle anderen Zimmer sind zu klein für das ausufernde Workout, das der Römer gerne macht. Der Bananenkuchen ist fertig. Große Freude auf allen Seiten. Gut gemacht, Signorino.

18:00 Uhr Der Abend beginnt. Das große Kind wird in die Badewanne verfrachtet. Danach muss er noch einen Kuchen backen. Er mischt also 30g Mehl, 20g Butter, 10g Zucker unter meiner Aufsicht. Knet, knet. Fertig. Ab in den Kühlschrank. Warten. Es sollen jetzt Plätzchen werden. Gut, ich lasse Formen aussuchen. Das Kind hat seinen eigenen Kopf und weiß dazu alles besser. Die Eigenschaft hat er von mir. Das macht mich manchmal wahnsinnig, mit den eigenen Unzulänglichkeiten konfrontieren zu werden. 😄 Signorino beschließt, dass alle fünf Plätzchen in den Ofen können, außer ein kleiner Teigball. Den hat er adoptiert.

19:00 Uhr Wir machen ein schnelles Abendbrot. Die Kinder drehen auf und durch.

20:00 Uhr Sätze, die so absurd sind, dass man denkt, man wird so etwas nie sagen. Heute: “SIGNORINO! DER TEIG KOMMT AUS DEM BETT!!! Ich glaube, ich spinne!” und “HAST DU JETZT SCHON WIEDER DEN TEIG INS BETT GELEGT?” Tja – der Teigball musste dran glauben. Ich habe ihn entsorgt. Der Römer und ich werfen uns Blicke zu: Wir sind froh, wenn hier gleich alle Minderjährigen im Bett sind. Puh!

Gleich geht’s weiter.

Wir sind dann nur noch ins Bett gefallen und das war’s!

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