WMDEDGT – März 2025

Es ist der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir denn den Tag über gemacht haben. Ich spoiler schon mal: Viel gestillt.

00:40 Uhr Bianco schreit, denn er hat Hunger. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob er nun schon getrunken hat oder ich nur im Halbschlaf darüber nachgedacht habe, dass er im Liegen trinken möge. Der Römer kommt von nebenan und wechselt die Windeln des Babys. Dann übergibt er Bianco an mich. Anscheinend hat das Baby noch nicht getrunken und holt es eilig nach. 😴 Dann Rumgezappel, nochmal eine frische Windel, noch mehr Rumgezappel, noch mehr geht in die frische Windel. Gegen 2 Uhr schläft Bianco dann endlich wieder.

3:30 Uhr Dreißig Minuten Stillen – Windel

05:20 Uhr Dreißig Minuten Stillen

6:30 Uhr Dreißig Minuten Stillen

7:50 Uhr Sie ahnen es: Dreißig Minuten Stillen – Windel – die „Nacht“ ist beendet.

09:00 Uhr Der Römer bringt Signorino in die Kita. Ich stille, dann gibt es Frühstück con calma (in Ruhe). Der Römer bringt Croissants vom Kita-Run mit. Danach dusche ich. Das Baby schläft. Klar, nachts schlafen ist ja nicht so sein Ding.

10:45 Uhr Das Baby ist gestillt (ja, Bianco braucht wirklich so viel; nein, ich hab mir das nicht ausgesucht; nein, er nimmt keinen Schnuller). Wir sind abmarschbereit. Es geht zum Drogeriemarkt, denn ich brauche Snacks zum Stillen, sonst verhungere ich nachts. Ehrlich wahr! Danach schlendern wir ins Stammcafé auf drei Panini zum Mitnehmen (Lachs-Avocado und Gorgonzola-Getrocknete-Tomate).

12:00 Uhr Wieder daheim. Das Baby, das friedlich in der Trage schlummerte, ist halb wach, halb schläfrig. Wenn Bianco nachts nur halb so gut schlafen würde wie tagsüber! Aber er ist ja erst knapp drei Wochen alt. Wir essen, dann gucken wir uns den Elternzeitantrag an. Die Wohnung sieht aus wie Sau, aber wir sind mit all den Formalitäten etwas hinterher. Also hat das Vorrang. Beim Antrag kriegen wir uns etwas in die Haare. Danach ist erstmal Sendepause. Der Römer holt Signorino vom Kindergarten ab und ich stille. Mal wieder.

15:00 Uhr Espresso wird mir ans Bett gebracht. Bianco schläft, wie sollte es anders sein, auf mir. Ohne Körperkontakt kriegt er kein Auge zu. Die Diskussion zwischen dem Römer und mir ist mit dem Espresso beendet. Der Römer überlegt, ob er entweder mit Signorino rausgeht (er will seit Tagen das Eis bei „Pallina“ testen, ich fand‘s letztes Jahr okay-ish) oder ob er einen Spaziergang mit allen, also inklusive Bianco und mir, macht. Es herrscht Kaiserwetter, doch Bianco schläft immer noch. Wir stellen mal ‘ne Waschmaschine an. Die Wohnung sieht immer noch aus wie bei Hempels unterm Sofa. Dass Signorino sein fitzelig kleines Lego komplett im Wohnzimmer ausgeschüttet hat, macht die Situation nicht besser.

16:00 Uhr Große Aufräumaktion. Das Lego sammle ich mit dem Kehrbesen ein. Der Römer probiert seinen Onlinekauf an. Diesmal Schuhe, die ich ihm, aufgrund der Größe, nicht streitig machen kann.

17:45 Uhr Der Römer beginnt, zu kochen. Ich schiebe mir ein Croissant in den Mund und der Gatte hat Angst, ich könne dann nachher nichts mehr essen. Aktuell, durch das ganze Dauergestille, kann ich locker noch ein Schwein auf Toast essen. Dann beginnt die abendliche Schreistunde bzw. das Dauernuckeln/unruhig sein/vollkommen überreizt sein. Für einen Moment akzeptiert Bianco einen Schnuller, dann ist er aber doch blöd und wird ausgespuckt. Kurz schläft er, schreckt hoch, wird nervös, schreit, schläft wieder. Das geht gut und gerne bis 21/22 Uhr.

18:45 Uhr Wir essen in Schichten: Erst der Römer mit Signorino, dann ich, während der Römer mit dem müden und schreienden Baby schuckelnd durch die Wohnung geht. Dauerstillen ist so viel besser als ein dauerkreischendes Kind, das sich mit gar nichts beruhigen lässt.

20:00 Uhr Bianco döst mal wieder, nach Stunden voller Clusterfeeding. Signorino wird vom Römer ins Bett gebracht. Draußen parkt ein Auto und hört sehr laut Musik. Wenn der mir Bianco weckt, kann er was erleben.

Let’s call it a day!

14 Kommentare

  1. Ich lese es schon: Hier habt so richtig viel Spaß, seid alle gut drauf – und alles ist prima! :-D)))
    Ob ich mit dir tauschen möchte? Och nö … 🙂
    Spaß beiseite, denn wie du schon schreibst: Er ist ja erst drei Wochen bei euch, das muss sich erstmal alles einschaukeln. Von daher: Weitermachen! 🙂 LG Bea

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  2. Ehrlich gesagt, ich hab ja keine Kinder, aber ich glaube du kannst froh sein das dein erstes wahrscheinlich das schwierigere war.

    Bei meinen Nachbarn auf der anderen Straßenseite war das erste Kind ein ganz lieber Junge. Von Anfang an ruhig und insgesamt pflegeleicht. Und das ist er vorwiegend bis zu seinen heutigen 16 Jahren geblieben.

    Das zweite Kind war dann ein Mädchen und wesentlich lebhafter. Auch zickig und insgesamt wesentlich schwieriger, schilderte mir die Mutter. Inzwischen aber ein ganz normaler Teenager, der mit dem Vater auch gerne mal ins Fußballstation geht.

    Das dritte Kind ist im letzten Sommer in die 5. Klasse gewechselt und hat ADHS. Wahrscheinlich schon seit der Geburt. Denn da nutzen keine doppelt verglasten Fenster in beiden Häusern. Komplett über die Straße geht ihr Gebrüll. Als sie ein Baby war, wachten wir manche Nacht mit auf ….

    Ich hoffe du findest heute Nacht ein wenig Schlaf.
    Trude

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    • Danke dir, liebe Trude. Die Natur hat das ja oft so eingerichtet, dass die Nummer 1 das Vorzeigekind ist, damit man noch weitere macht. Also, bei uns nicht. Bei uns ist die ungeplante Nummer 2 das einfachere Kind. 😄😄

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  3. Och, ich hätte euch ja sehr ein ruhiges pflegeleichtes Kind gewünscht. Aber immerhin hat Bianco guten Appetit. Wie du ja schon schriebst: er wollte kräftig ins Leben. Das ist auch nicht zu verachten. Wie sieht Signorino denn die Sache? Hat er schon komemntiert?

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    • Er ist ja noch so klein. Das wird schon noch! 😃 Und einfacher als sein großer Bruder ist er allemal, was schon ein Gewinn ist.
      Signorino ist ein großer Fan des kleines Bruders. Wir rechneten von Eifersucht bis Wut über die Entthronung mit allem und es passierte nichts. Er ist ein fürsorglicher, ganz toller Bruder, der zwangsweise viel zurückstecken muss, aber alles sang- und klanglos mitmacht. Wir versuchen natürlich, ihm Exklusivzeit zu geben und wenn er nach Mama schreit, ist Mama zur Stelle. Das klappt zum Glück, weil der Römer daheim in Elternzeit ist.

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  4. Eigentlich wollte ich mich zurückhalten….
    Deine Schilderungen sind eigentlich
    das ganz normale Dasein mit einem Neugeborenen
    und ich Danke Dir, dass Du uns daran teilhaben läßt
    Tipp: trinke Malzbier und auch viel Fencheltee – Dies schafft Masse für die Nächte und wirkt Wunder
    Wiege den Wonneproppen vor und nach dem Stillen
    Du wirst staunen, wieviel ml/ Gramm der kleine Nimmersatt getrunken hat
    Weiterhin viel Kraft, Geduld und Zuversicht
    Alles Liebe
    Meggie

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    • So ist das, liebe Meggie. Ich habe mich nach anfänglicher Verzweiflung belesen und man muss wohl einfach durch. Der Mythos der Pre-Milch existiert wohl auch, dass Kinder besser schlafen, wenn man nachts nicht stillt, aber dafür gibt es keine Garantie. Und dann müsste ich aus dem warmen Bettchen aussteigen und erstmal alles zusammen mischen. Dafür bin ich dann doch zu faul als Stillende, denn bei mir ist schon alles automatisch zusammen gemischt und verzehrfertig. 😄
      Den Malzbiertipp probiere ich! Danke dir, liebe Meggie!
      Liebe Grüße, Eva

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