Freitagsrapport | KW 48

Kalt(-wasser)

Wir sind krank. Bis jetzt ist es nicht so schlimm wie die letzten Male – nur Schnupfen, Kopf, ein bisschen Hals. Außerdem sind die Heizung und das Warmwasser gestern Abend ausgefallen. Anscheinend muss das so sein und geht Hand in Hand mit unserem Krankenstand. Wenn Sie sich an die letzten Male erinnern.

Zu unserer großen Überraschung verkündete der Römer bereits am heutigen Morgen um 08:00 Uhr, dass die Heizung wieder gehen würde. Natürlich kontrollierte ich nochmals nach. Nicht, dass der Gatte am Ende Fieber hatte und bereits halluzinierte. Doch es war wahr. Nur ein kleiner Ausfall der Zentralheizung, was mir die Fahrt zum Baumarkt ersparte. Schließlich hätte mich die Aussicht auf eine eiskalte Wohnung zu dieser Fahrt gezwungen. Draußen hat es zwischen 0 und 4 Grad. Angenehm ist das wahrlich nicht. Immerhin Mann und Kind hätten sich in Arbeit und Kita aufwärmen können, aber da ich diese Woche bereits gearbeitet habe, hätte ich mich nur ins nahegelegenen Café begeben können. Und das macht erst um 10 Uhr auf. Glück im Unglück!

Aber wenn der Winter so weiter geht, werde ich den Blog von “Zwischen Tiber und Taunus” in “Zwischen Jammern und krank sein” umbenennen müssen, denn etwas anderes, so scheint mir, bekommt man momentan nicht von uns mit.

Sie sehen, die Heizung zeigt Stufe 5 ein. Was Sie nicht wissen: Die Heizung ist eiskalt.

Studium

Bis Ende November wollte ich eine komplett fertige, wissenschaftliche Arbeit abgeben. Da die Themenfindung sich anspruchsvoller als gedacht herausstellt und ich immer dann im „Flow“ bin, wenn das Kind wieder von der Kita abgeholt werden möchte, gestaltet sich die Fertigstellung schwierig. Meine ehemalige Deadline war für Ende November gesetzt. Ein Blick auf den Kalender hat es Ihnen sicher verraten: Ich konnte sie nicht einhalten. Meine neue Deadline lautet auf den 23.12.2021. Ich hoffe, das klappt. Momentan bewege ich mich in Zeitlupe vor, nehme zwei Schritte nach vorne und drei zurück. Es ist zum Mäusemelken!

Arbeit

Mein Arbeitgeber, also der zweite, denn beim ersten bin ich bis Dezember 2022 in Elternzeit, fragte an, ob ich mehr arbeiten möchte. Nach kurzer Überlegung und Absprache mit dem Römer, entschied ich mich für „Ja, ich will.“. Man verhandelt nur noch das Monetäre. Das zieht sich etwas, denn ich bin preiswert und somit meinen Preis wert. 😉 Wenn alles unter Dach und Fach ist, arbeite ich doppelt so viel wie vorher. Das muss ich nur noch meinem ersten Arbeitgeber mitteilen, aber ich vermute, er hat nichts dagegen, denn während der Elternzeit kann er mir aufgrund der schlechten, wirtschaftlichen Lage keine Beschäftigung anbieten.

Quasselstrippe

Das Kind redet. Keine Sätze, aber Worte. Er benennt Sachen korrekt und kann in Büchern den fehlenden Text ergänzen. Außerdem liebt er es, neue Wörter zu wiederholen und lacht sich dabei scheckig. „Dreckig“ ist momentan eines seiner liebsten Worte. „Nass“ ist er auch, wenn er wieder mit Wasser spielt. Außerdem liebt er „sa-sa-su“, also sali su, was „steig hinauf“ bedeutet. Ab und an antwortet er mir mit „Si, si.“ und erinnert mich dabei stark an seinen Vater. Auch wenn die Primärsprache des Kindes Deutsch ist, so ist es umso lustiger wie er Italienisch spricht. Da wir italienische Literatur haben, die oft von Papa, als auch von Mama (mit starkem, deutschen Akzent) vorgelesen werden muss, werden auch Wörter wie tigre [Tiger], ciao ciao [Tschüss!], mami [ital. mani; dt. Hände] und plato [= ital. prato; dt. Wiese] gerne und oft gesagt. Signorino ist ein witziger, aufgeweckter Kerl, der uns viel Freude macht und manchmal in den Wahnsinn treibt. Gestern waren wir das erste Mal bei der Zahnärztin mit ihm, und sehr zu meinem Erstaunen dachte ich mir, dass wir schon viel früher herkommen hätten sollen. Alle meine Bedenken wurden aus dem Weg geräumt und meine Fragen detailliert beantwortet. Eine absolut empfehlenswerte Zahnarztpraxis mit einem tollen Team. Sollten Sie also eine Kinderzahnärztin in Frankfurt suchen, gebe ich Ihnen gerne die Adresse weiter. 😉

Italienische Bücher: Tigre ist im Italienischen übrigens weiblich und heißt „La tigre – die Tiger“.

In diesem Sinne: Starten Sie gut ins Wochenende, futtern oder backen Sie Plätzchen und denken Sie immer daran: Letztendlich haben wir’s echt gut. Wir sind nur an unseren Wohlstand und die Sozialleistungen gewohnt, da wir es nicht anders kennen. Aber was wir als selbstverständlich betrachten, ist der Traum eines anderen.

Freitagsrapport | KW 46

Endlich wieder!

Ich weiß nicht, ob er Ihnen abgegangen ist, aber egal, ob Ihre Antwort „Ja“ oder „Nein“ gelautet hat, hier ist er wieder: Der Farniente’sche Freitagsrapport!

Glückwünsche zur Geburt von Dr. Markus Söder

Momentan sitze ich an einem Uni-Modell, dass sich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Die absolute Notwendigkeit erkenne ich dabei, aber besonders viel Spaß macht es mir nicht. Es ist mühsam zu lernen wie man richtig zitiert, wie man richtig recherchiert und besonders, welches fiktive Thema ich für eine Bachelorarbeit in meinem Bereich Journalismus wählen würde. Einzig eine Fallanalyse der politischen Krisenkommunikation des bayerischen Ministerpräsidenten kam mir in den Sinn. Dabei ist meine persönliche Motivation, dass ich seine Wortwahl fürchterlich finde. Da ich meine Forschungsmethodik angeben soll, machte ich mich daran, all seine Pressekonferenzen zur Corona Pandemie und Regierungserklärungen zur Pandemielage auszuzählen. 38 Stück (Stand: 13.11.2021) sind es seit der ersten Pressekonferenz 2020. 38 Mal König Markus und seine Schergen, die sagen, dass es ernst, sehr ernst, ist. Aber wissen Sie, welches Zitat mir am besten aus seiner ersten Pressekonferenz am 16.03.2020 gefallen hat? „Generell gilt, kann man nochmal sagen, Freizeit: Nichts mehr! Das ist der Bereich, der nicht unmittelbar notwendig ist.“ (Söder 2020, 42:39) Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, dass dieser Satz aus dem Kontext geschnitten wurde. Die Frage eines Journalisten war, wie kleine Geschäfte wissen können, ob sie nun schließen müssen oder nicht. Darauf erklärte er, dass Geschäfte des täglichen Bedarfs offen bleiben, aber Geschäfte, die der Freizeit dienen, schließen müssen. Wenn Sie so wollen – und hier lehne ich mich weit aus dem Fenster – könnte man den Söder’schen Satz in eine schöne Glückwunschkarte zur Geburt an frisch gebackene Eltern verschenken. 😉

Vielleicht ein Motiv für die Babykarte? Wohl eher nicht – aber ein Symbolbild, was die werdenden Eltern erwartet.

Papa und Kind Wochenende

Ein Wochenende war es nicht ganz. Vielmehr waren es etwas mehr als 24 Stunden, die ich im Münchner Umland verbrachte. Schön war das – und angenehm, so ganz ohne Kind und Mann. Stellen Sie sich vor: Ich saß einfach so im Zug. Ganz ruhig. Und hörte Musik, während ich die neu gewonnene Freizeit nutzte, um mich für die Uni zu engagieren. Keiner schrie, keiner brüllte, keiner lief wie irre durch die Gänge oder musste bespaßt werden. Ich konnte mich sogar über die Frau hinter mir aufregen, die im Ruheabteil 10 Minuten telefonierte. Mit Signorino hätte ich davon nie etwas mitbekommen. Aber wir wären vermutlich auch nicht im Ruheabteil gelandet. 😉 Daheim lief es gut, teilte mir der Römer mit. Wir telefonierten zwei Mal. Ein wenig gingen sie mir ab, die beiden Farnientes. Aber um ehrlich zu sein, genoss ich viel mehr die Ruhe, die sich mir nach Monaten bot. Als ich um 23:55 Uhr am Samstagabend in Frankfurt ankam, waren die beiden Männer im Bett. Am nächsten Morgen gestand mir der Römer, dass es schrecklich war. Alle 10 Minuten schrie das Kind, war traurig, wollte nicht so viel spielen, usw.. Ich fand, es war eine gute Übung, denn schließlich ist eine gewisse Selbstverständlichkeit eingekehrt, dass Mama alles macht. Mama ist omnipräsent, hat keinerlei Sozialkontakte mehr, plant ihre Arbeit so, dass Papa ungestört Vollzeit arbeiten kann, ohne dass er Kompromisse machen muss, usw.. Aber dazu gehören immer zwei: Eine, die es mit sich machen lässt und oft keine Kraft mehr für Diskussionen hat und einer, der die Situation als Gottgegeben ansieht. Doch piano, piano ziehen hier andere Seiten auf.

In diesem Sinne: Haben Sie’s fein und genießen Sie das Wochenende!

Freitagsrapport | KW34

Eine Pause

… möchte ich ungerne ausrufen, weil Sie vermutlich wissen wie das ist: Just in dem Moment, wo man mit ergreifender Musik und dramatischen Lichteffekten die Blog-Pause ankündigt, ist die Freizeit wieder im Übermaß verfügbar.

Damit Sie wissen, mit was ich mich momentan befasse: Umzug – Arbeit – Familie – Studium. Genau in dieser Reihenfolge.

Selbst zum Weltretten habe ich momentan keine Zeit.

Starten Sie gut ins Wochenende und, falls es bei Ihnen (dauer-)regnet, dann denken Sie immer an den Spruch einer Münchner Radiomoderatorin: „Das ist nur flüssiger Sonnenschein.“

Freitagsrapport | KW32

Trennung auf Zeit

Zugegeben, besonders begeistert war ich nicht von der Idee, dass sich der römische Gatte ein entspanntes Wochenende in Tirana macht. Das mag daran liegen, dass ich seine letzte Abwesenheit in bitterer Erinnerung habe. So war ich im Februar 2020 mit einem wenige Wochen alten Signorino daheim. An einem Freitag Nachmittag teilte mir die Hebamme mit, dass Signorino nur 40 Gramm in sieben Tagen zugenommen hatte und das mehr als alarmierend wäre. Deswegen muss ich mir absolute Sorgen machen! Alle Register müssten gezogen werden. Unbedingt musste ich jetzt anfangen Muttermilch abzupumpen. Am besten heute noch. Ihr ist bewusst, dass Freitagnachmittag ist, aber ich muss eine elektrische Milchpumpe auftreiben, koste es was es wolle. Wenn ich nett in der Apotheke fragen würde, würde man mich sicher das Rezept vom Frauenarzt nachreichen lassen. Daraufhin waren wir im nieselregnerischen Frankfurt und klapperten 4(!) Apotheken ab. Die Hälfte verlieh keine Milchpumpe, die andere bestand darauf, dass ich ein Rezept brauche, ansonsten würde an mich keine Milchpumpe verliehen werden. Wir gingen nach Hause und ich fühlte mich hundeelend. Irgendeine Milchpumpe bestellte ich im Internet, die am darauffolgenden Tag geliefert werden würde. Ich muss den Müttern unter Ihnen nicht sagen, dass ein 35 Euro Modell eine reine Tortur ist. Am Abend erreichte uns der Anruf der römischen Familie: Der römische Vater habe einen Herzinfarkt erlitten und werde gerade operiert. Der Römer hatte keine andere Wahl als am nächsten Morgen nach Tirana zu fliegen. Ich war mit Signorino alleine, der zudem gut und gerne vier bis 6 Stunden am Stück durchschrie. Die römische Abwesenheit verbrachte ich damit, mir Vorwürfe zu machen, warum ich nicht in der Lage bin, mein Kind zu stillen, warum es stundenlang durchschrie und warum ich keine Möglichkeit fand, dass er mit dem Schreien aufhört. Mein Milchfluss versiegte vollends und ich war gezwungen, ihm Pulvermilch zu füttern. Bei jeder Flasche (und das sind bei frisch geschlüpften Babys einige) heulte ich mir die Augen aus. Kurzum: Es war schrecklich und ich hatte als Neu-Mutter überhaupt kein Standing, der Hebamme etwas entgegen zu setzen. Vermutlich begründete sich in dieser Szenerie meine Angst, wieder mit Signorino ganz alleine daheim zu sein, während der Römer weit weg in Tirana ist.

Was soll ich sagen? Gestillt wird Signorino schon lange nicht mehr und aus dem Säuglingsalter ist er auch raus. Das Wochenende ist unglaublich entspannt gewesen und ich habe tatsächlich viel Zeit für mich gehabt. Abends guckte ich schnulzige Serien (Emily in Paris ;-)), aß Gummibärchen und Eis und ließ es mir richtig gut gehen. Die Wohnung war ohne den Römer deutlich aufgeräumter (und ich dachte, Signorino wäre für das Chaos verantwortlich) und ich musste nicht noch eben schnell etwas organisieren, das dem Römer siedendheiß und ganz urplötzlich einfiel. Natürlich freute ich mich sehr, als der Gatte wieder zurückkehrte, aber diese räumliche Trennung tat mir wirklich gut. Signorino fragte ab und an nach Papa, aber im Großen und Ganzen war auch er sehr entspannt, was daran liegen mag, dass es am vergangenen Freitagabend Pizza und Schokopudding als Wohlfühlmenü gab. Wenn der Gatte schon nicht daheim ist, dann dürfen es sich die Daheimgebliebenen auch richtig nett gestalten. Und mein Trauma, alleine mit Signorino zu sein, habe ich damit auch überwunden. Ab und an ein Wochenende ohne Papa? Bitte gerne. 😉

Das Fundstück der Woche

Dieser Artikel ist keine leichte Kost, aber eine, die mit viel Herzblut und Mitgefühl geschrieben wurde. In diesem absolut lesenswerten Werk schreibt Tom über die Toten von Srebrenica. Mit seiner feinsinnigen Beobachtungsgabe und seinem ausgeprägten, journalistischen Talent fängt er die Szenerie in Srebrenica so ein, als würde man sich dort mit ihm im Jahr 2008 befinden und neben ihm hertrotten. Er nimmt uns mit in die grausame Vergangenheit Bosniens, beschreibt die bittere Lage in den 90er Jahren und gibt den Opfern dieses humanitären Verbrechens besonders eines zurück: Ihre Würde. Jedes Wort, jeder Satz, ist so ausgefeilt und ehrlich, dass es genau dort trifft, wo es noch lange nachhallt: Mitten im Herzen!

Am Ende schreibt er: „Ich habe mich lange davor gedrückt diesen Beitrag zu schreiben. Heute habe ich es getan.“

Danke, Tom, dass du diesen Artikel geschrieben hast. Diese und weiter Artikel finden Sie auf seinem absolut empfehlenswerten Blog www.coffeenewstom.de

Darf ich das Bild „Mona Lisa“ in meinem Blog abbilden?

Gute Frage, oder? Vermutlich haben Sie sich diese Frage noch nie gestellt, weil Sie entweder nicht bloggen oder aber nicht über Kunst (und im Speziellen nicht über die Werke Leonardo Da Vincis) schreiben. Dennoch, im Rahmen meines neuen Moduls der Universität, beschäftige ich mich mit dem Thema Urheberrecht am Bild (im wissenschaftlichen Kontext). Ich gehe davon aus, dass mittlerweile jede textschaffende Person, wie z.B. Blogger, etwas zum Thema Urheberrecht und Recht am eigenen Bild gehört hat. Die meisten Blog-Nachbar*innen halten es wie ich und bedienen sich Bilder, deren Urheber*in sie selbst sind. Andere bedienen sich gemeinfreier, also lizenzfreier, Bilder. Somit sind Sie auf der sicheren Seite. Doch was tun, wenn es unbedingt die Mona Lisa sein muss, die Ihren Artikel schmücken soll? Rollen wir den Fall von vorne auf:

Grundsätzlich sind alle Bilder, Fotografien und Screenshots urheberrechtlich geschützt. Da das Bild von Da Vinci eine weibliche Person abbildet, fällt es damit unter das Urheberrecht. Hinzu kommt, dass der Urheber zwar Herr Da Vinci ist, nicht aber er selbst gezeigt wird, sondern eben Frau Mona Lisa. Somit greift hier das Recht am eigenen Bild der Dame. Es bedarf damit einer Einwilligung ihrerseits, die detaillierte Informationen zu den verwendeten Daten, dem Zweck der Datenverwendung, die Speicherdauer und ob eine Weitergabe an Dritte geplant ist, enthält.

Vorläufiger Status zu unserer Frage: Es bedarf einer Einwilligung von Herrn Da Vinci und Frau Mona Lisa.

Aber Moment, es gibt noch eine andere Möglichkeit: Das Bildzitat.

Kurz gesagt ist das Bildzitat eine gesetzliche Erlaubnis zur Einbindung von Bildern, ohne den Urheber explizit um Erlaubnis zu Fragen. Das geschieht jedoch unter strengen Auflagen. Das Bildzitat wird in wissenschaftlichen Arbeiten (= Wissenschaftliches Großzitat, § 51 Satz 2 Nr. 1 UrhG) verwendet, jedoch dürfen es auch Blogger verwenden (=großes Kleinzitat; § 51 Satz 2 Nr. 2 UrhG). Es gilt, dass ein innerer Bezug zwischen Text und Bild bestehen muss.

Kontrollfragen dazu könnten sein:

1. Ist genau dieses Bild notwendig?

2. Wenn das Bild nicht da wäre, bliebe die These/die Kernaussage meines Artikels dennoch bestehen?

3. Ist auf dem Bild eine Marke (Logo) abgebildet und wenn ja, ist die Abbildung der Marke nur „ein unwesentliches Beiwerk“?

Doch zurück zu unserem Beispiel: Die Abbildung der Mona Lisa auf meinem Blog. Würde ich einen Artikel über das geheimnisvolle Lächeln einer Frau schreiben und zur Illustration das Bild der Mona Lisa nehmen, müsste ich Herrn Da Vinci und Frau Mona Lisa um Einverständnis bitten. Es bestünde bei dieser Absicht kein Grund, genau dieses Bild für meinen Artikel zu benutzen. Würde ich aber über die Geheimnisse der Mona Lisa schreiben, dann wäre ein innerer Bezug gegeben und ich hätte allen Grund, dieses Bild einzufügen. Denn Monets Seerosenbilder würden mich hier nicht weiterbringen.

Ein Ass im Ärmel habe ich aber noch in dieser komplizierten Frage und dieses lautet: Wie soll ich jemanden um Erlaubnis fragen, der seit 500 Jahren tot ist?

Und hier kommen wir zur Beantwortung unserer Frage: Das Urheberrecht erlischt 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers (§ 64 UrhG). Fristbeginn ist der Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Urheber gestorben ist. Leonardo Da Vinci ist am 02. Mai 1519 gestorben, somit beginnt die Frist zum Jahr 1520. Seit dem Jahr 1590 haben wir somit Narrenfreiheit.

Wie Sie wissen, bin ich keine Juristin (und habe es auch nicht vor, eine zu werden), somit übernehme ich für meine Einführung in das Urheberrecht keinerlei Haftung und Gewähr. An einigen Stellen habe ich die Gesetzeslage und die dazugehörigen Informationen gekürzt, vereinfacht oder ganz weggelassen. Gerne können Sie sich auf der Seite der Universität Bremen* oder auch bei der Anwaltskanzlei Dr. Schwenke* weitergehend informieren.

Noch eine Sache möchte ich als Nachwort dazu schreiben, da ich immer wieder auf befreundeten Blogs sehe wie Artikel ohne vorherige Rückfrage des Autors rebloggt werden: Es gehört nicht nur zum guten Ton, sondern zu den Grundmanifesten des Urheberrechts, nur dann Artikel seiner Mitblogger zu rebloggen, wenn das Einverständnis des Urhebers vorliegt. Machen Sie sich immer bewusst, dass die Artikel geistiges Eigentum sind und auch wenn die Beiträge (oft) keine wissenschaftliche Arbeit darstellen, so kann man sicher verstehen, dass der Urheber das Recht hat zu wissen, wo und in welcher Form sein geistiges Eigentum auftaucht. Ich persönlich bin ein großer Freund des Verlinkens. So weise ich auf einen interessanten Artikel hin und die interessierten Besucher werden direkt auf den Ursprungsblog geleitet – ohne, dass dabei Urheberrechtsverletzungen stattfanden. Als privater Nutzer kann eine Verlinkung (normalerweise) keine Urheberrechtsverletzung darstellen. Weitere Infos dazu finden Sie auf dieser Internetseite.

*Werbung, unbeauftragt und unbezahlt

In diesem Sinne: Starten Sie gut ins Wochenende, verbringen Sie Ihre Zeit an Monets Seerosenteich und genießen Sie das Leben. Sie haben (vermutlich) nur das eine. 😉

Der Freitagsrapport | KW31

Schockierend

Haben Sie jemals von der Tuskegee-Studie gehört? Ich muss zugeben, ich las diese Woche das erste Mal davon. Am Abend fragte ich den Römer, den ich als durchaus gebildet und informiert bezeichnen würde, ob er jemals davon gehört hatte und als er verneinte, erklärte ich ihm, um was es dabei genau ging. Auch er war äußerst schockiert, dass diese vor Rassismus triefende Studie an einer bestimmten PoC-Bevölkerungsgruppe von höchster, amerikanischer Stelle bis 1972 durchgeführt wurde.

Wen es interessiert wie ein Teil der armen, afroamerikanischen Landarbeiter „im Dienste der Wissenschaft“ hinters Licht geführt wurde und schlussendlich – im guten Glauben an eine Heilung – starb, der findet die Geschichte beispielsweise in diesem Artikel des Spiegels*. In diesem Bericht der Süddeutschen Zeitung* aus dem Jahr 2010 werden die weitreichenden Folgen, die auch im Hier und Jetzt spürbar sind, beschrieben.

*Werbung, unbezahlt und unbeauftragt

ZweiPunktNull

Diese Woche erreichte mich eine Email der Universität, die besagte, dass meine Note für die erste Klausur eingetragen wurde. Vermutlich ahnen Sie, dass ich bis zum Erhalt dieser Email jeden Tag ungeduldig in das Notensystem meiner Universität blickte, um mich zu vergewissern, dass der Bearbeitungsstatus immer noch „in Bearbeitung“ anzeigte. Nach der Email, loggte ich mich aufgeregt in das universitätsinterne System ein und klickte auf die Notenübersicht. Ich war mir zwar sicher, dass ich bestanden hatte. Vermutlich aber nur mit Ach und Krach. „Oh.“, sagte ich als ich das Ergebnis erblickte. „Wie ist das denn passiert?„, fragte ich den Römer zweifelnd und zeigte auf die Note. „2.0 non è male, vero? [2,0 ist nicht schlecht, oder?]“, wollte der Römer von mir wissen, da er mit dem deutschen Notensystem immer noch nichts anfangen kann. „Das ist gut. Fantastisch. Wow! Und das habe ich in vier Wochen trotz Kind und Kegel geschafft? 85,55% von 100%. Cool!„, antwortete ich dem Römer, der sich mit mir freute. Ja, ohne den Römer und seine tatkräftige Vater-Sohn-Brunch-Unterstützung hätte ich das nicht geschafft. Und das Ergebnis ist genau die Motivation, die ich brauche, um nächste Woche im neuen Modul richtig durchzustarten.

Gut, das bin ich nicht ich, sondern der Römer beim damaligen Deutsch lernen. Aber irgendwie fand ich das Bild passend.

Dann flieg‘ halt nach Tirana

Nein, das habe ich natürlich nicht gesagt. Aber dennoch fliegt der Römer heute Abend ins gelobte Land. Alleine, versteht sich. Einerseits, weil er mir lang und breit erklärte, dass er mit uns (gemeint sind Signorino und ich) überhaupt keine qualitativ hochwertigen Gespräche mit seinen Eltern führen könne. Wenn Sie sich an den einen oder anderen Teil der Albanienchroniken erinnern, werden Sie vermutlich die Stirn runzeln, aber Wahrnehmung ist eben variabel und hängt vom Betrachter ab. Außerdem sei ihm die Verweildauer der einzelnen Familienbesuche deutlich zu kurz. Ständig wollen wir weiter. Deswegen sei die einzig sinnvolle Variante, dass er alleine fliegt. Aber unter uns, liebe Leser: Unzufrieden bin ich mit der Situation definitiv nicht. Am Freitagabend mit einem völlig überbuchten Flug mit Kleinkind irgendwann kurz vor Mitternacht im sommerlich heißen Tirana zu landen, von Ibrahim abgeholt zu werden, den Samstag mit lauter Familienbesuche zu überstehen und am Sonntag Mittag wieder heimzufliegen… Ich kann mir schöneres vorstellen. Beispielsweise mit Signorino im angenehm temperierten Frankfurt zu sitzen und auf Spielplätze zu gehen.

Neue Email-Adresse

Nicht wundern, es gibt eine neue Email-Adresse zu diesem Blog. Diese lautet: zwischentiberundtaunus@gmail.com. Ich dachte, ich schreibe es mal darnieder, dass auch Sie Bescheid wissen.

In diesem Sinne: Starten Sie gut ins Wochenende, genießen Sie dieses erste Augustwochenende und halten Sie die Ohren steif!

Der Freitagsrapport | KW 29

Nie darf ich was mit Freunden machen!

Nein, er dürfe abends nie ausgehen und generell, nie würde er seine eh schon wenigen Freunde zu sehen bekommen. Was sich anhört wie ein nöliger Teenager, war in Wirklichkeit der offensichtlich benachteiligte Römer. Dann sprach er sein Hauptargument aus: „Und überhaupt, das letzte Mal war ich im Oktober 2020 beim Essen mit Freunden.“ Ich kannte die Corona-Amnesie bereits von anderen Personengruppen in meinem Umfeld und erinnerte den Gatten höflich daran, dass das kein Wunder sei, schließlich war jegliche Art der Gastronomie in den Wintermonaten bis zum Sommer geschlossen. Er war derjenige, der im März fröstelnd herausposaunte, dass er sich mit niemanden mehr außerhalb der warmen Wohnung treffen wollen würde, denn es wäre alles nur zum Mitnehmen und diese Art des Treffens würde nun mal gegen seine südländische Natur gehen. Doch ein Happy End fand sich noch für den armen Römer: Er nutzte die Innengastronomie und traf sich mit zwei Freunden, während ich das Kind eine halbe Stunde eher ins Bett schickte und mich entspannte. Win win auf allen Seiten.

Mezze gab es beim Römer zwar nicht, sondern er war in einer französischen Käse-Bar (was es nicht alles gibt!?). Immerhin hat er seine Freunde gesehen.

Dieser Weg wird kein leichter sein…

dachte ich mir diese Woche, als ich den Römer dazu nötigte mit mir die beiden Bücherschränke im Wohnzimmer auszusortieren. Relativ einfach konnte ich mich von etlichen Büchern trennen. Das lag unter anderem daran, dass ich dazu überging, mir den Namen und eine Kurzzusammenfassung des Inhalts der Bücher zu notieren und auf einer Liste abzuspeichern. Natürlich durfte der Großteil der Bücher bleiben, aber ein Drittel habe ich stolz (und etwas wehmütig) aussortiert und verkauft. Der Römer hatte den gleichen Auftrag. Der Verkauf von italienischen Büchern stellt sich zwar generell als schwierig heraus, doch bis zum Verkauf kam er gar nicht. Jegliche Bücher waren ihm von Nutzen. Meist fingen seine Sätze mit „Aber wenn ich dann mein Doktorat mache, dann werde ich das sicher brauchen, weil…“ an. Dieses Doktorat, das er gerne machen würde, scheint mir bei der Anzahl der dafür benötigten Bücher dermaßen komplex und interdisziplinär zu sein, dass es vermutlich einige Jahrzehnte benötigt, um erfolgreich umgesetzt zu werden. Das Ende vom Lied war, dass der Römer schnell bei der Hand war, MEINE Bücher auszusortieren, solange seine davon unberührt blieben. Somit ist der vorläufige Verkaufsstand des Bücherregals: 30% meiner Bücher und etwa 1% der Bücher des Römers, wobei das eine Prozent aus vier Deutschgrammatik Büchern, Stufe B2 – C1, besteht. Wenn wir so weitermachen, passt mein Hab und Gut in zwei Umzugskartons. Die Umzugskisten des Römers werden jedoch das gesamte Wohnzimmer ausfüllen. Vielleicht sollte ich ihm sagen, dass jeder seine eigenen Kisten transportieren muss?

Wie sich mein Leben momentan anfühlt

Umzug, neuer Job, Studium und natürlich Kind und Mann. Alle zerren an einem wie diese Hunde an ihrem Herrchen. Doch beschweren möchte ich mich absolut nicht. So viel wie in diesem Jahr schaffte ich in den letzten fünf Jahren nicht.

Die Empfehlung der Woche

Ich hörte gestern einen Podcast der Zeit-Serie „Verbrechen“. Dort stellen Sabine Rückert und Andreas Sentker jede Woche einen anderen Kriminalfall vor und beleuchten ihn von allen Seiten. Gestern stolperte ich über die Folge „Der Fluch des letzten Willens“. Es geht um eine ältere Dame, deren Mutter vor Jahrzehnten an Demenz erkrankte. Sie fand diesen Zustand der Mutter und die „Aufbewahrung“ im Heim (wir stellen uns ein Pflegeheim in den 80er Jahren vor) so bedrückend und niederschmetternd, dass sie verfügte, sollte sie jemals an Demenz erkranken, man möge ihr bitte Sterbehilfe leisten. Dann erkrankte sie tatsächlich. Und sie wurde getötet – obwohl sie ihre Meinung inzwischen geändert hatte.

Was mich an dieser Podcast Folge so nachdenklich stimmte, ist, dass wir Menschen unser Sein über unseren Intellekt definieren. Die Dame verfügte, dass sie im dementen Zustand nicht mehr leben wolle, da dieser Zustand ihr nicht mehr lebenswert erschien. Gleichwohl war sie aber im stark dementen Zustand nicht unzufrieden mit ihrem Status. Und sie war immer noch ein Mensch mit Gefühlen. Obgleich sie vermutlich nichts mehr mit einer Tageszeitung anfangen konnte, so empfand sie dennoch Freude an einer warme Tasse Kakao. Allein der Anspruch verschob sich. Man muss allerdings dazu sagen, dass sie den Zeitpunkt überschritten hatte, in dem sie sich bewusst war, in welchem Zustand sie sich befand.

Diese Folge sei all jenen empfohlen, die sich aus dem Schwarz-Weiß-Denken der Demenz lösen möchten und bereit sind, sich auf einen anderen Blickwinkel einzulassen. [Hier geht’s zum Podcast]

In eigener Sache

Diese Woche veröffentlichte ich einen passwortgeschützten Artikel. „Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?“, schrieb mir Lore einmal dazu. Recht hat sie natürlich! Liebe Leser, haben Sie keine Scheu nach dem Passwort zu fragen. Manche Themen veröffentliche ich lieber unter einem Passwort, da man nie weiß, wer über den eigenen Blog stolpert und ich ungern durch mein heiß geliebtes Hobby einschneidende Nachteile davon tragen möchte. Eine Email an info@zwischentiberundtaunus.com reicht vollkommen aus.

Ein passwortgeschützter Artikel – bildlich dargestellt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende, starten Sie gut in diese letzte Juli-Woche 2021 und bleiben Sie gesund und munter.

Der Freitagsrapport | KW 27 + 28

Alles auf „hold“

Heute ist der erste „freie“ Tag seit zwei Wochen. Wobei frei bedeutet, dass der Tag frei von Vormittags-Terminen ist. Zwei Jahre passiert nichts und dann passiert alles in einem Monat. Und wie das dann oft so ist: Rumort es im Hier und Jetzt, ebbt der virtuelle Austausch ab. Das wiederum finde ich überaus schade, las und lese ich doch Ihre Blogs unglaublich gerne. Aber irgendwann wird hier wieder mehr Ruhe einkehren und ich kann mich meinem liebsten Hobby widmen: dem Bloggen!

Eine Reise, die ist lustig. Eine Reise, die ist schön.

Der Aufenthalt im Münchner Umland (per se) war das auch. Die Autofahrt war hingegen eine vollkommene Katastrophe. Völlig übermüdet sind wir um 17:30 Uhr in Frankfurt losgefahren. Ich wollte die Reise deutlich früher antreten, aber der Römer, der um 16 Uhr von der Arbeit heimkehrte, fand meinen Vorschlag, ihm unterwegs etwas zu essen zu kaufen, skandalös. Nein, so könne er niemals in Ruhe essen als Beifahrer. Ich verdrehte die Augen und beschloss, nichts dazu zu sagen, auch wenn ich ihm am liebsten seinen spuntino [Imbiss] um die Ohren gehauen hätte. Prompt standen wir dann natürlich bis hinter Aschaffenburg im Stau. Der Gatte bestand darauf, dass er vorne mitfahren wolle und vorerst nicht bei Signorino sitzen würde. Sie ahnen es: ein 1,5jähriger fand diesen Vorschlag zum Brüllen. Wortwörtlich.

Kilometer um Kilometer quälten wir uns voran. Hinter Würzburg war meine Blase bis auf den letzten Millimeter gefüllt und ich fuhr raus. Das Kind schlief (endlich) seit fünf Minuten und wachte dann auf, als ich den Motor abstellte. Schnell huschte ich zum Rasthof und durfte feststellen, dass in Bayern FFP2 Maskenpflicht herrscht. Ich tippelte also wieder zurück, nahm mit verkniffenen Blick die gewünschte Maske in Empfang und schwebte vorsichtig wieder zu den Sanitäranlagen in der Raststätte – mit FFP2 Maske. Deutlich erleichtert fuhren wir weiter.

Gegen 23 Uhr waren wir im Münchner Osten und hatten Hunger. Der Römer, der weder fahren darf, noch kann, ist zudem auch noch ein miserabler Landkarten-App-Deuter. Er leitete mich zur Münchner Messe, anstatt mir zu beschreiben, wo der Kirchheimer Fastfood Riese war. Hungrig, müde und gereizt von der Fahrt, wurde ich sehr ausfallend, als ich mir nach drei Hinweisen meinerseits, dass mir dieser Streckenabschnitt seltsam vorkommt, schlussendlich sicher war, dass das nicht Kirchheim, sondern das weitläufige Messegelände München Riem war. Das italienische Navi sprach währenddessen ständig von einer rotonda, einem Kreisverkehr, den es dort vermutlich gab, als dieser Stadtteil noch einen Flughafen sein Eigen nannte. Ich war so sauer, dass ich dem Römer sagte, ich wisse schon selber, wie ich nach Kirchheim kommen würde. Das wusste ich dann auch und parkte vor dem goldenen M. Ich sprang rein, bestellte uns etwas zu essen und huschte vollbepackt wieder raus.

Um 23:30 Uhr waren wir schlussendlich mit einem völlig übermüdeten und schreienden Kleinkind am Zielort. Nie wieder!

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die Rückfahrt sollte sich nicht nur weitaus länger ziehen (sieben Stunden von München nach Frankfurt), sondern auch noch um einiges anstrengender werden. Anscheinend hatte ich auch nichts aus der Hinfahrt gelernt, denn der Römer war wieder der Navigator und führte uns nach Stuttgart. Bei Pforzheim hatte sich das bis dahin sehr brave Kind eingebrüllt. Der Römer wurde hektisch, wie er es immer wird, wenn das Kind brüllt und ich schrie nach hinten, dass er bitte irgendetwas machen solle, damit Signorino sich beruhigen würde. „Du fahr einfach!“, war seine trotzige Antwort darauf. Ich sah rot und fuhr an der nächsten Raststätte raus. Dort stellte ich das Auto ab und motzte ein „Fahr doch du, wenn es so einfach ist.“ in die hintere Fahrgastzelle. Signorino hatte mittlerweile aufgehört zu schreien. Ich schnappte mir meinen Geldbeutel und stiefelte in die Raststätte. Dort gönnte ich mir alleine einen Kaffee und 15 Minuten Ruhe auf der Außenterrasse. Als ich zurück zum Auto ging, war es leer. Der Gatte war mit Signorino auf dem angrenzenden Spielplatz. „Tutto bene?“ [Alles gut?], fragte der römische Gatte mitfühlend. Ich nickte knapp. Dann hielt er mir ein gepflücktes Gänseblümchen unter die Nase. „Für dich!“, grinste er. „Das ist ja wohl das Mindeste!“, näselte ich. Nach weiteren 20 Minuten auf dem Spielplatz gaben wir Signorino zu verstehen, dass es Zeit wäre für ein Mittagessen. Dreißig Minuten später saßen wir wieder im Auto (respektive Stau). Nur noch einmal brüllte das Kind und das war kurz vor Frankfurt. Man konnte bereits den Messeturm sehen, doch das wusste das Kind nicht. Wir fuhren raus, ich trug das Kind zwanzig Minuten lang über den Rastplatz, es beruhigte sich, wollte nicht mehr in den Kindersitz, schimpfte sehr, ließ es sich dann aber doch gefallen und die beiden Herren im Fond bespaßten sich gegenseitig.

Daheim schrieb ich nach München: „Wir kommen gerne wieder. Aber nicht mehr mit dem Auto!“

Gewitter?

Oh ja. Die ersten Tage im Süden Deutschlands waren geprägt von Regen und Gewittern. Hier ein paar Impressionen.

Im botanischen Garten – München Ost

Die Münchner und München-Kenner werden die Stirn runzeln bei dieser Überschrift. Aber es gibt doch überhaupt keinen botanischen Garten im Münchner Osten? Da haben Sie absolut recht.

Jedoch kann man den Garten meiner Eltern durchaus als botanischen Garten bezeichnen, so viel gibt es zu entdecken. Ein Glück bin ich nur Besucher und nicht der Gärtner, aber auch das soll, laut meiner Mutter, sehr bereichernd sein. Übrigens: Der Eintritt war kostenlos. 😉

Ein weiterer Pluspunkt war, dass Signorino mit Gießkannen, Eimern und Wäschekörben voller Wasser nach Herzenslust planschen konnte, was vermutlich in nur wenigen botanischen Garten weltweit erlaubt wäre.

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen ein staufreies und angenehmes Wochenende!

Freitagsrapport | KW 26

Der Freitagsrapport an einem Samstag? 2019 wäre so etwas noch undenkbar gewesen. Aber 2021 ist eben alles möglich!

Der Römer – Man of the match Prüfungsvorbereitung

Ja, das ist er wirklich. Er hielt mir den Rücken frei, wo er nur konnte, damit ich Zeit zum Lernen hatte. Am Samstag ging er wieder zum Herrenbrunch mit anschließendem Spielplatzbesuch. Am Sonntag gingen die Herren an den Main, am Montag und Dienstag lieferte er Signorino in der Kita ab. Am Freitag hetzte er sich ab, um rechtzeitig heimzukommen, schnappte sich den Ableger und sie gingen in die Pizzeria seines Freundes während ich über dem Studienskript hing. Dann brachte mir der Römer (und der Mini) noch eine herrlich duftende Pizza mit. Nein, beschweren darf ich mich wirklich nicht. Er ist wirklich mein man of the test preparation.

Man römischer Stein in der Brandung.

Das Geheimnis hinter der temporären Stilllegung des Blogs

Ich hoffe, es liegt nicht an einem Stalker.„, schrieb Tom und glücklicherweise ging seine Hoffnung in Erfüllung (toi, toi, toi). Mein Bruder vermutete, dass der Blog zahlungspflichtig wird, jetzt wo die ganze Familie abhängig von meinen Geschichten ist. Nein, auch das wird nicht vorkommen. 😉

Vielmehr lag es daran, dass wir uns für eine Wohnung, die uns unter der Hand von Turtles Freunden vermittelt wurde, bewarben. Kurz nachgedacht, kam ich auf die Idee, dass die Wohnungsbaugesellschaft sicher unsere Namen googeln würde. Wenn man meinen Namen googelt, dann sind die ersten zwei Treffer sehr langweilige Jobportale, in denen man meine berufliche Vita nachlesen kann. Der dritte und vierte Treffer sind Profile auf sozialen Netzwerken, die mir nicht gehören. Und der fünfte Treffer ist bereits mein Blog, der dank Impressumspflicht unter meinem Klarnamen gefunden werden kann. An sich stört mich das nicht – ganz im Gegenteil. Der Blog gehört zu mir, wie ich zu ihm. Nur erschien mir der Gedanke etwas unangenehm, dass eine Wohnungsbaugesellschaft sogleich all meine ehelichen und familiären Kabbeleien mitbekommen würde, bevor sie sich überhaupt meine Schufa ordentlich angeschaut hätte. Zugegeben, die Geschichten über den römischen Gatten sind deutlich kurzweiliger zu lesen als eine schnöde Schufa. Dennoch entschied ich mich dazu, den Blog temporär auf Eis zu legen, um nicht doch eine „brutta figura“ zu machen. Womit wir gleich zum nächsten Punkt kommen:

Die Wohnung

Stellen Sie sich vor, Sie finden die perfekte Wohnung, die all das vereint, was Sie sich auf Ihrer imaginären Wunschliste aufgeschrieben haben. Dazu liegt sie auch noch einige (hundert) Euro(s) unter Ihrem Maximalbudget. Und jetzt stellen Sie sich vor, dass diese Wohnung in einem Stadtviertel liegt, das für sich spricht, was in diesem Fall nicht besonders positiv ist. So wachte ich nachts um 04:30 Uhr schweißgebadet auf und dachte nach, ob wir dort wirklich hinziehen wollen. Ich ging ins Wohnzimmer und las mir Polizeimeldungen durch. Hm… nichts wildes. Da war unser aktuelles Wohnviertel im direkten Vergleich schon deutlich auffälliger. Dann las ich einen Artikel über die sozialdemografische Struktur: Der kinderreichste Stadtteil mit den meisten Sozialhilfeempfängern. Dann klickte ich noch einen Artikel über Jugendliche in dem Viertel an. Grundsätzlich waren alle sehr zufrieden, auch der, der aus dem ruhigeren Nordend übergesiedelt war. „Hauptsächlich wollen die Bewohner hier ihre Ruhe.“, sagte einer der befragten Jungs. Oh, super. Das deckt sich exakt mit meinen Präferenzen. Ich schickte Sonntagabend unsere Nachweise an die Wohnungsbaugesellschaft.

Montagfrüh antwortete die nette Sachbearbeiterin sogleich und forderte weitere Unterlagen an. Die Erfüllung dieses Wunsches stellte sich als sehr steiniger Weg heraus. Vergleichbar mit einer siebenstündigen Hochgebirgswanderung in Flipflops und Sommerkleidchen, ohne Wasser und Proviant, in der prallen Sonne. Aber, irgendwann kam ich am Gipfel an – mitsamt meiner Unterlagen. Am Dienstag hörte ich nichts von der Sachbearbeitung, was mich etwas nervös machte, denn wir mussten unsere aktuelle Wohnung kündigen, um uns zumindest die dritte, doppelte Mietzahlung zu ersparen. Am Mittwochmorgen legte ich die Wohnung gedanklich ad acta. Nein, drei doppelte Monatsmieten würde ich sicher nicht zahlen. Dann eben eine andere Wohnung. Und überhaupt muss Signorino so jeden Tag durch die ganze Stadt kutschiert werden, um zur Kita gebracht zu werden. Nachmittags würde das gleiche Programm wieder winken.

Zehn Minuten später antwortete die Sachbearbeiterin: Wir schicken Ihnen den Mietvertrag zu.

Ähm?! Ich habe mir doch gerade die Wohnung ausgeredet. Da war ich wohl mal wieder etwas zu voreilig. Wie dem auch sei: Ich rede sie mir jetzt wieder ein, tippte und schickte bereits eine Kündigung für unsere aktuelle Wohnung und dann Ciao Kakao!

Na, dann packen wir eben die Koffer und ziehen um.

Signorino erzählt

Ich war selbst erstaunt, dass unser Sohn eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählt hat, bei der er sich ein alternatives Ende gewünscht hätte. Doch von vorne: Am Mittwochabend erzählte er mir im Bett wie ungünstig das mit seinem heutigen Wunsch nach Eiscreme ablief. Wir lagen nebeneinander und er guckte mich ernst an: „Eis! [Kurze Pause, wird ernst, schimpft] Nein! Nein! [kurze Pause, äußert seine Meinung sehr vehement] Jaaaaa!!“ Und ja, genau so lief es ab. Er verlangte nach „Eis!“. Ich sagte: „Nein, es gibt kein Eis.“ Er bockte. Ich wiederholte ein zweimaliges „Nein!“ und er verwandelte sich in ein tobendes Rumpelstilzchen, das sich erst zehn Minuten später wieder beruhigte. Dann widmete er sich anderen Dingen und bekam eine Banane. Sein Wunsch nach Eis blieb derweil wohl weiterhin bestehen, so dass er mir am Abend erzählte wie ungünstig die Situation für ihn ablief.

In diesem Sinne: Starten Sie gut ins Wochenende, hauen Sie auf den Putz und genießen Sie die freien Stunden.

Der Freitagsrapport | KW 25

Ein Dusel

Nein, kein Dussel. Ein Dusel [Betonung auf dem U] sagt man im Bayerischen, wenn jemand sehr viel Glück (im Unglück) hatte. Wer so ein Dusel gehabt haben könnte? Natürlich mein römischer Gemahl. Wer sonst?!

Um was es ging? Um seinen Impftermin.

Vor etwa zwei Monaten wurden seine Impftermine bestätigt. Leider passten die Zeiten so gar nicht in seinen Arbeitsplan und so buchten wir den Ersttermin um, so dass er sich in seine Work-Life-Balance, wie man so schön sagt, einfügt. „Sollen wir den zweiten Termin auch gleich umbuchen?“, wollte ich vom Römer wissen. Er winkte ab. „No, no, das machen wir dann.“ Wie ein so kleines, unscheinbares Wort wie „dann“ in einem, einzigen großen Chaos endet, war mir damals nicht bewusst, sonst hätte ich darauf bestanden, dass aus dem „dann“ ein „sofort“ wird.

Der Römer trat in der beeindruckenden Frankfurter Messehalle zur Erstimpfung an, die Wochen vergingen und ihm fiel ein, dass er den Zweittermin unter der Woche, um 10:30 Uhr vormittags, nicht wahrnehmen könne. So bat er seine persönliche Assistentin, mich, um Hilfe. Sogleich machte ich mich daran, den Termin umzubuchen. Doch es klappte nicht. „Momentan können wir Ihnen keine Alternative anbieten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.“, stand da. Ich bestand darauf, dass der Römer die Impfhotline anrufen solle. „Si, si, lo faccio subito. [Ja, ja, das mache ich sofort.]“, sprach der Gatte und machte – nichts. So verging Tag um Tag. Immer wieder hakte er bei mir nach, ob ich es noch einmal online versucht hatte, seinen Termin zu verschieben. „Nein, ich habe es nicht noch einmal versucht.“, log ich, da ich wollte, dass er den Termin bei der Hotline umbuchte. Natürlich hatte ich es seit Tagen im Stundentakt versucht, aber es war absolut nicht möglich, einen anderen Termin zu bekommen. „Ah…allora…[Ah…also…] dann frage ich meinen Vorgesetzten.“, gab der Römer seinen Plan preis. „Du kannst auch einfach bei der dämlichen Impfhotline anrufen.“, schob ich nach. „Nein, nein, mein Arbeitgeber muss mich freistellen. Schließlich geht es um meine Zweitimpfung.“, bestand der Römer auf seinen Plan. Nun denn. Er informierte seinen Vorgesetzten und dieser, der zufällig italienische Wurzeln hatte, hatte vollstes Verständnis. „Aber sicher doch! Unsere Sekretärin muss dir die Stunden freischaufeln. Ich habe auch versucht, meinen Termin umzubuchen, aber das war unmöglich.“, zeigte sich sein Chef empathisch.

Na, wenn auch er das römische Modell angewandt hatte, was mir als Landsmann nicht unwahrscheinlich schien, dann konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass es nicht geklappt hatte. Die Sekretärin seufzte kurz, rief dann alle Patienten zwischen 10:00 – 13:00 Uhr an und suchte händeringend mit ihnen nach einem neuen Termin. Am Donnerstag Abend kontrollierten wir, auf meinen Wunsch hin, die Impfunterlagen. Mein Blick fiel auf die Uhrzeit des Zweittermins. 14:30 Uhr. Moment mal?! 14:30 Uhr?! Behauptete der Römer nicht seit Wochen steif und fest, dass dieser Termin um 10:30 Uhr stattfinden würde? Postwendend konfrontierte ich den Römer mit seiner Impfuhrzeit. „Das muss ein Fehler sein.“, antwortete er gelassen. „Aber hier steht 14:30 Uhr! Moment, ich schau mal in deinen Online-Unterlagen nach.“ Der Römer war immer noch tiefenentspannt. Es würde sich vermutlich nur um eine alte Bestätigung handeln, ein Tippfehler, ein Systemfehler, was auch immer. Ich loggte mich rasch ein. „Ach, du meine Güte. Der Termin ist wirklich um 14:30 Uhr.“, erschrak ich abermals. Der Römer wurde leicht nervös. „Eh allora? [Und nun?] Hm….“, sprach er leise. Sofort klickte ich hektisch in der Online-Plattform der Impfterminvergabe umher. Alles probierte ich aus. Erfolglos. Bis ich über die Kategorie „Ersttermin verschieben“ stolperte. Was hatte ich schon zu verlieren? In meiner Verzweiflung verschob ich also den Ersttermin, den der Römer bereits Anfang Mai hatte. Das System gab mir einen neuen Erst- und Zweittermin. Freitag, 16:30 Uhr war der neue Ersttermin und „Irgendwann Ende Juli.“ der Zweittermin. Ein Versuch war es wert.

„Ich versuche das mal. Wenn’s klappt, ist’s gut. Wenn’s nicht klappt: pazienza! [Geduld!]“, fasste der Römer seine missliche Lage zusammen. Einmal so gelassen wie dieser Mann zu sein, und das ganz ohne stundenlange Meditation, das wäre mein Lebenstraum. Nach der Arbeit tuckerte er zur Festhalle/Messe, wo sich Frankfurts Impfmaschinerie befand. Er erklärte charmant seine missliche Lage und wie er versuchte, das Problem selbst zu lösen. „Kein Problem! Uns ist nur wichtig, dass wir die Impfdosen hier haben und sie einen Termin gebucht haben. Wir sehen in unseren Computern, dass Sie bereits erst geimpft worden sind. Bitte mit den Unterlagen hier entlang. Tschüüühüüüss!“, flötete die Dame an der Impfrezeption. Nach einer Stunde kam der Römer gut gelaunt nach Hause. „Hat alles geklappt. Es war überhaupt kein Problem.“, erklärte er stolz. Dieser Mann! Römisch gelassen und dabei immer das Glück auf seiner Seite.

Römer müsste man sein! Das Bild zeigt den Parco degli Acquedotti. Im Hintergrund ein imposantes Aquädukt, rechts Pinienbäume, eine große, grüne Wiese, darauf ein umgekippter Baumstamm und eine Person, die darauf rastet. Der Himmel ist blau.

Geheult wie ein Schlosshund

… habe ich diesen Mittwoch. Der knapp 2jährige Nicola Tanturli wurde am Fuße einer Böschung, irgendwo im Mugello, (einer Landschaft, die sich in etwa nördlich von Florenz und südlich von Bologna befindet) wieder gefunden. Außer ein paar Kratzern hatte er nichts.

Was war passiert? Am Dienstag publizierten die italienischen Medien, dass der kleine Nicola von seinen Eltern vermisst gemeldet wurde. Er verschwand in der Nacht von Montag auf Dienstag aus seinem Elternhaus in Palazzuolo sul Senio, einem Ort in der Provinz Florenz. Dienstagmorgen haben die Eltern die Polizei informiert, da sie ihren Sohn nicht mehr in seinem Bettchen vorfanden. Man ging davon aus, dass der kleine Mann eigenständig aus seinem Bett aufgestanden ist und das Haus verlassen hat. Hierzulande würde das Haus wohl als Einsiedlerhaus bezeichnet werden. Dadurch war Nicola es gewohnt, dass er das Haus autonom verlassen und draußen spielen konnte.

Den ganzen Tag und die ganze Nacht suchte man nach dem kleinen Nicola. Ohne Ergebnis. Man untersuchte einen nahegelegenen See. Wärmebildkameras wurden eingesetzt. Spürhunde. Helikopter. Doch alles verlief im Sand.

Am Mittwoch dann die erlösende Nachricht: Der Carabinieri-Chef Danilo Ciccarelli aus Scarperia hat den Kleinen auf Hinweis eines Journalisten am Fuße einer Böschung entdeckt. Es schien ihm ein Tier, das so schrie. Der Eindruck wurde auch dadurch bekräftigt, dass das scheinbare Tier jedes Mal verstummte, sobald Ciccarelli Nicolas Namen rief. Als Ciccarelli Nicola entdeckte, rief dieser nur „Mama!“ und warf sich dem Carabinieri um den Hals. „Ich habe kontrolliert, ob es ihm gut ging. Er hatte nur ein paar Kratzer.“, sagte Ciccarelli sichtlich bewegt im Interview mit der Presse. Als ich dann noch das Video sah wie seine Mama ihren vermissten Sohn nach diesen aufregenden Tagen in die Arme schloss, weinte ich wie ein Schlosshund.

Ende gut, alles gut? Ja.

Und nein. Welch enthemmende Wirkung digital vermittelte Massenkommunikation hat, brauche ich Ihnen nicht zu erklären. Aber, dass ein Großteil der kommentierenden Personen davon ausging, dass die Eltern sicher einen Mord an ihrem eigenen Kind vertuschen wollten, empfand ich dann doch als sehr schockierend. Ein 2jähriger könne doch keine Türklinke öffnen und das Haus verlassen, war hier das Schlüsselargument. Dazu kann ich sagen: Was ein 1,5jähriger Signorino kann, und zwar die Türklinke der Wohnungstür ohne Probleme herunterzuziehen, kann auch ein 2jähriger Nicola. Ich hoffe, die ätzenden Waschweiber der sozialen Netzwerke schämen sich in Grund und Boden für ihre widerwertigen Kommentare und ihnen rutscht beim Händewaschen jedes, einzelne Mal der Ärmel runter und wird pitschnass.

Jetzt aber fix!

Aber wirklich. In einer Woche schreibe ich meine erste Klausur (ich werde noch ausführlich berichten) und irgendwie dachte ich, als ich mich zur Prüfung anmeldete, ich wäre schon „weiter“. Ich war ebenso überrascht wie mein Studienskript, dass ich noch etwas hinterherhinke. Deswegen wird es hier vermutlich etwas stiller. Dennoch hoffe ich, den nächsten Freitagrapport nicht ausfallen zu lassen. Doch wenn, seien Sie mir nicht böse! Es dient einem höheren Zweck. 😉

Das damalige, römische Deutschskript wäre um ein vielfaches leichter. Das Bild zeigt einen Leitfaden zum Bestehen der Deutschprüfung.

Danke!

Herzlichen Dank für all Ihre wunderbaren Tipps, wo die Farniente’schen Ferien verbracht werden könnten. Sobald meine erste Klausur geschrieben ist, werde ich mir ein paar, freie Tage gönnen, in denen ich müßig auf dem Sofa liege und mich genau mit Ihren Tipps beschäftige.

Das Bild zeigt ein türkisfarbenes Meer, ein Bötchen, das darauf schaukelt. Alles wurde durch den weitmaschigen Strandkorb fotografiert. Ein Meer aus pastellblauen Farben.

Das Lied der Woche

Ohne Frage, Italien ist zauberhaft. Die Landschaft, die Bauwerke, die Kultur, die Leute und das Essen. Aber, dass die Italiener uns mindestens genau so toll finden, zeigt Francesca Michielin (ja, die schon wieder) in ihrem Videoclip zum 2017 erschienenen Lied „Vulcano„. Gedreht wurde das Musikvideo in Berlin. Nun bin ich wahrlich kein Berlin-Kenner wie Valentin und Julian, aber ich finde, das Video ist gelungen und die Kulisse ist passender denn je.

Jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass Sie sanft ins Wochenende schweben und sich keinen Sonnenbrand (oder nasse Füße, je nach Region) holen.