Das Geheimnis hinter der Tasse

Jetzt kennen Sie also die Geschichten, die hinter dieser Tasse stecken und wissen, warum ich Sie unbedingt am Flughafen “Nëne Tereza” (Mutter Teresa) in Tirana als Andenken kaufen musste.

Ich durfte Ihnen den Hinflug beschreiben, der alles andere als glatt lief und bei dem wir strenge Blicke ernteten. Aber immerhin, wir kamen in Tirana an.

Dann berichtete ich Ihnen vom Schmerz des Loslassens eines geliebten Menschen und vom Warten auf den Tod.

Vom letzten Gruß zwischen Signorino und seinem schwer kranken Opa durfte ich Ihnen erzählen, eh wir ans Meer fuhren.

Über die Navigationskünste des Römers und die damit verbundenen Schwierigkeiten für den armen Taxifahrer lachten wir gemeinsam. Der arme Kerl fand sich plötzlich zwischen farbenfrohen Gummigetier und der belebten Strandpromenade wieder und war heilfroh, uns losgeworden zu sein.

Sie begleiteten Signorino und mich bei einer Mutprobe im Minimarkt, wo ich zwei Äpfel kaufte.

Dann litten Sie mit mir als ich mit Signorino alleine und krank im Strandhaus war und vor lauter Übelkeit und Erbrechen nicht mehr weiter wusste.

Gemeinsam trösteten wir Signorino, der sich die Knie auf der Flucht zu seinem Großcousin Kang blutig schlug.

Und schlussendlich durfte ich mit Ihnen auch mein Heimweh teilen und Sie begleiteten mich zurück nach Frankfurt.

Vielen Dank, dass Sie diese Reise mit mir zusammen begingen! Ich genieße jetzt einen warmen Kamillentee aus meiner Tasse voller Geschichten und denke nochmal an die Höhen und Tiefen dieser ereignisreichen Woche!

11 Kommentare

    • Da ist er wieder, der Balkan, der bereits in Südbayern und Österreich anfängt, sehr geehrter Herr Olponatoraj. 😄 Tatsächlich eine verblüffende Ähnlichkeit! Es war wohl der Pasche Et’hem Bey, der sich in Graz die Architektur abschaute und sie in Tirana rekonstruierte. 😉

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      • Liebe Frau Farnientaj ! Herzlichen Dank für diesen Fingerzeig. Mir ward immer schier unheimlich, wenn mir in der Nähe besagten Turmes dieses Liedchen, welches vermutlich altbairische Wurzeln hat (nämlich de Taktung des Marskertanzes=Mohrentanz), durch den Kopf geht:

        Prinz Eugen, der edle Ritter,
        wollt dem Kaiser wied’rum kriegen
        Stadt und Festung Belgarad.
        Er ließ schlagen einen Brukken,
        daß man kunt’ hinüber rukken
        mit d’r Armee wohl für die Stadt.

        Das Rätsel ist gelöst – der Paschaj war der Veruhrsacher … 😉

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  1. Als ich den Teil mit deinem körperlichen Unwohlsein in eurer Ferienwohnung las, war mein erster Gedanke, das Seele und Körper so einen Verlust nicht noch mal fühlen wollten und deshalb abgeblockt haben. Schließlich hattest du kurz vorher erst deinen Vater verloren. Ich hoffe euch dreien geht es jetzt besser und auch dein Mann konnte den Verlust ein wenig verarbeiten. Liebe Grüße Sonja

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    • Das klingt absolut nachvollziehbar, liebe Sonja. Ich glaube auch nicht an einen “reinen Virus”. Es war wohl alles zu viel und der Körper fand seinen Weg, damit umzugehen. 🤢
      Liebe Grüße und ein gutes Durchhalten in Mazedonien, Eva

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